{"id":14579,"date":"2026-03-30T14:45:23","date_gmt":"2026-03-30T12:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/frient.de\/artikel\/wo-zivilgesellschaft-geschwaecht-wird-wachsen-autoritarismus-und-gewalt\/"},"modified":"2026-07-22T16:24:32","modified_gmt":"2026-07-22T14:24:32","slug":"wo-zivilgesellschaft-geschwaecht-wird-wachsen-autoritarismus-und-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frient.de\/en\/artikel\/wo-zivilgesellschaft-geschwaecht-wird-wachsen-autoritarismus-und-gewalt\/","title":{"rendered":"\u201eWo Zivilgesellschaft geschw\u00e4cht wird, wachsen Autoritarismus und Gewalt\u201c"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Herr Ellermann, weltweit werden zivilgesellschaftliche Handlungsr\u00e4ume zunehmend eingeschr\u00e4nkt. Beobachten Sie diesen Trend \u2013 und was bedeutet er f\u00fcr die Friedensarbeit heute? <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Ja, und das betrifft nicht nur autorit\u00e4re Staaten. Der CIVICUS-Monitor hat 2025 auch Deutschland als zivilgesellschaftlichen Raum erneut herabgestuft \u2013 ein Zeichen daf\u00fcr, dass selbst etablierte Demokratien zivilgesellschaftliche R\u00e4ume einschr\u00e4nken. Der Trend ist global. Er ist kein neues Ph\u00e4nomen, sondern das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem die Grundlagen f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige Zivilgesellschaft wirtschaftlich, rechtlich und politisch geschw\u00e4cht wurden.    <\/p>\n\n\n\n<p>Wir bei Conducive Space for Peace erleben die konkreten Folgen f\u00fcr die Friedensarbeit direkt: Wenn Menschen, die an den Ursachen von Konflikten arbeiten, selbst bedroht werden oder die L\u00f6sungen, die sie vorschlagen, politisch nicht mehr denkbar sind, wird diese Arbeit fast unm\u00f6glich. Zivilgesellschaftlicher Raum ist genau der Ort, an dem gesellschaftliche Konflikte konstruktiv ausgetragen werden. F\u00e4llt er weg, w\u00e4chst das Potenzial f\u00fcr Gewalt und Repression als Mittel der Machtaus\u00fcbung. Das zeigt sich derzeit weltweit: Wo zivilgesellschaftlicher Raum schrumpft, nehmen Militarisierung und autorit\u00e4re Tendenzen zu \u2013 nicht zuf\u00e4llig, sondern strukturell.    <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unter welchen Bedingungen kann zivilgesellschaftliches Engagement wirklich nachhaltig wirken? <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Zivilgesellschaft braucht vor allem Eigenst\u00e4ndigkeit \u2013 und die hat eine zentrale wirtschaftliche Voraussetzung. Wenn eine Wirtschaft so strukturiert ist, dass breite Bev\u00f6lkerungsschichten durch Besch\u00e4ftigung und Einkommen Verhandlungsmacht gewinnen, entsteht die Grundlage f\u00fcr eigenst\u00e4ndige Organisation \u2013 unabh\u00e4ngig von Staat oder Geldgeber*innen. Historisch zeigt sich: Demokratische Freiheiten wurden dort erk\u00e4mpft, wo Menschen wirtschaftlich genug abgesichert waren, um sich zusammenzuschlie\u00dfen und politisch handlungsf\u00e4hig zu werden. Wo hingegen wirtschaftliche Macht bei wenigen konzentriert ist \u2013 sei es durch monopolisierte M\u00e4rkte, staatlich kontrollierte Einnahmen oder Abh\u00e4ngigkeit von externer Finanzierung \u2013 fehlt diese Grundlage. Wirtschaftliche Eigenst\u00e4ndigkeit allein reicht nat\u00fcrlich nicht. Aber ohne sie bleiben sichere R\u00e4ume f\u00fcr politische Willensbildung, eine unabh\u00e4ngige \u00d6ffentlichkeit und das Recht auf freie Organisation strukturell fragil.      <\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft konkret: Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik, die Masseneinkommen und Besch\u00e4ftigung st\u00e4rkt statt Reichtum und wirtschaftliche Macht konzentriert \u2013 national wie global. Denn wenn breite Bev\u00f6lkerungsschichten wirtschaftlich handlungsf\u00e4hig sind, finanzieren und tragen sie zivilgesellschaftliche Strukturen aus eigener Kraft \u2013 durch Mitgliedsbeitr\u00e4ge, Genossenschaften, gegenseitige Hilfe. Das war historisch die Basis der Arbeiter*innenbewegung und es bleibt die Basis jeder eigenst\u00e4ndigen Zivilgesellschaft. Global betrachtet hei\u00dft das auch: Solange wirtschaftliche Verh\u00e4ltnisse Gesellschaften im Globalen S\u00fcden systematisch benachteiligen und Einkommen dort nicht breit genug verteilt sind, bleibt Zivilgesellschaft auf externe Finanzierung angewiesen \u2013 und damit in ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit strukturell begrenzt. Die bestehende globale Ungleichheit zu adressieren ist daher keine Nebenfrage, sondern Voraussetzung daf\u00fcr, dass Zivilgesellschaft weltweit demokratische Wirkung entfalten kann.     <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><em><strong>&#8220;Zivilgesellschaftliche Strukturen m\u00fcssen eine eigenst\u00e4ndige Kraft bleiben \u2013 als Raum, in dem sich Gesellschaft organisiert, Gemeinschaft bildet und politische Willensbildung unabh\u00e4ngig von staatlicher Kontrolle stattfindet.&#8221;<\/strong><\/em><\/h4>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Sie kritisieren eine zunehmende \u201aNGOisierung\u2018 der Zivilgesellschaft. Wo liegen aus Ihrer Sicht die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Zusammenarbeit mit staatlichen Akteuren? <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem beginnt dort, wo Zivilgesellschaft haupts\u00e4chlich aus professionellen Organisationen besteht, die von staatlicher oder internationaler F\u00f6rderung abh\u00e4ngig sind. Dann wird aus einer Gegenmacht ein Juniorpartner. Viele NGOs \u2013 im Globalen Norden wie im S\u00fcden \u2013 funktionieren eher als Dienstleister*innen f\u00fcr Regierungen und Geber*innen denn als Ausdruck von Selbstorganisation von unten. Im Globalen S\u00fcden hat diese NGOisierung oft lokalen, radikaleren Aktivismus verdr\u00e4ngt. Im Globalen Norden beschr\u00e4nken sich viele Organisationen auf enge Interessenvertretung und vermeiden politische Konfrontation.     <\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenarbeit mit dem Staat ist nicht grunds\u00e4tzlich falsch. Es braucht Kan\u00e4le, \u00fcber die Interessen und Bewegungen in die Politik gelangen. Aber die Zivilgesellschaft darf nicht strukturell vom Staat abh\u00e4ngig sein. Wenn der Staat zugleich die Macht hat, zivilgesellschaftlichen Raum zu verengen oder zu strukturieren, entsteht ein gef\u00e4hrliches Ungleichgewicht. Zivilgesellschaftliche Strukturen m\u00fcssen eine eigenst\u00e4ndige Kraft bleiben \u2013 als Raum, in dem sich Gesellschaft organisiert, Gemeinschaft bildet und politische Willensbildung unabh\u00e4ngig von staatlicher Kontrolle stattfindet.     <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie also sieht eine ideale staatlich-zivilgesellschaftliche Beziehung aus? <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Eine gesunde Beziehung w\u00e4re, dass der Staat sichere und freie R\u00e4ume f\u00fcr politische Selbstorganisation gew\u00e4hrleistet \u2013 und diese, wenn n\u00f6tig, auch gegen Angriffe aus der Zivilgesellschaft selbst sch\u00fctzt \u2013 und sich ansonsten raush\u00e4lt. Im Idealfall ben\u00f6tigt die Zivilgesellschaft keine staatliche Einmischung, weil sie eigenst\u00e4ndig genug ist, ihre eigenen Agenden zu setzen und Interessen durchzusetzen.  <br><br>Das setzt voraus, dass Regierungen tats\u00e4chlich an die Bev\u00f6lkerung gebunden sind. Colin Crouch beschreibt mit dem Begriff der \u201ePostdemokratie\u201c, wie demokratische Institutionen formal bestehen bleiben, w\u00e4hrend politische Entscheidungen zunehmend von privilegierten Minderheiten gepr\u00e4gt werden. Genau dagegen braucht es eine lebendige \u00d6ffentlichkeit \u2013 das, was Habermas als freie \u00f6ffentliche Sph\u00e4re bezeichnet \u2013 als Raum, in dem gesellschaftliche Willensbildung entsteht und \u00fcber demokratische Institutionen politisch wirksam wird.   <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Problematisch wird es, wenn Zivilgesellschaft so fragmentiert und polarisiert ist, dass sie keine Br\u00fccken mehr zwischen gesellschaftlichen Gruppen schlagen kann. Dann verlieren demokratische Institutionen R\u00fcckhalt und Legitimit\u00e4t, und Politik kann bestimmte Teile der Zivilgesellschaft vereinnahmen und f\u00fcr eigene, nicht-demokratische Zwecke mobilisieren. Friedens- und Gerechtigkeitspolitik muss daher von einer starken, unabh\u00e4ngigen Zivilgesellschaft eingefordert werden k\u00f6nnen.   <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inwiefern ist dieses Thema aus Ihrer Sicht aktuell besonders relevant f\u00fcr Frieden und globale Gerechtigkeit?<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Wie unsere Zivilgesellschaften gestaltet sind, entscheidet, ob unsere Gesellschaften sich weiter Richtung Autoritarismus bewegen, friedlichen und gerechten Austausch suchen oder Ressourcen in Militarisierung statt in Nachhaltigkeit und Frieden investieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Das geht weit \u00fcber direkte Friedensarbeit hinaus. Ungleichheit w\u00e4chst global \u2013 zwischen und innerhalb von Staaten \u2013 und h\u00e4ngt eng mit Gewalt zusammen. Wenn wir Politik wollen, die Gesellschaften im Globalen S\u00fcden eine faire Chance auf Einkommen und Entwicklung bietet, brauchen wir eine Zivilgesellschaft, die demokratische Teilhabe st\u00e4rkt und ausbeuterische und autorit\u00e4re Trends bek\u00e4mpft.   <\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig ist: Die Krise der Zivilgesellschaft ist nicht neu. Die aktuelle Verengung zivilgesellschaftlicher R\u00e4ume ist das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem die Grundlagen eigenst\u00e4ndiger Zivilgesellschaft schrittweise abgebaut wurden. Deswegen brauchen wir heute Allianzen, die sich f\u00fcr gerechtere Lebensverh\u00e4ltnisse einsetzen \u2013 hierin Deutschland und weltweit. Dazu geh\u00f6rt ausdr\u00fccklich auch die Frage von Reparationen: Die bestehende Ungerechtigkeit wurzelt in Kolonialismus und Ausbeutung, und ohne ihre Aufarbeitung fehlt die Basis f\u00fcr echten Frieden.    <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie pl\u00e4dieren f\u00fcr eine translokale Zivilgesellschaft. Was genau verstehen Sie darunter und wie k\u00f6nnte diese funktionieren? <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Auf internationaler Ebene \u2013 also zwischen Staaten \u2013 scheint die Idee einer demokratischeren Weltgesellschaft gescheitert. B\u00fcrger*innen werden kaum st\u00e4rker in Global Governance eingebunden, demokratische Prozesse in multilateralen Institutionen bleiben selten.  <\/p>\n\n\n\n<p>Translokal beschreibt f\u00fcr uns eine andere Vision von \u201eglobal\u201c: nicht die internationale Ebene, sondern direkte Beziehungen zwischen Menschen und Zivilgesellschaften weltweit. So wie nationale Bewegungen Demokratie erk\u00e4mpft haben, k\u00f6nnen wir uns translokal verbinden, um Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden gegenseitig zu st\u00e4rken. Gerade weil wir in unseren nationalen Kontexten oft geschw\u00e4cht sind, macht diese gegenseitige Unterst\u00fctzung uns lokal und global st\u00e4rker.   <\/p>\n\n\n\n<p>Dabei geht es nicht mehr um internationale NGOs, die Gelder und Agenden in den Globalen S\u00fcden \u00fcbersetzen. Es geht um zivilgesellschaftliche Akteur*innen, die in ihren eigenen Kontexten verwurzelt sind und sich direkt und solidarisch organisieren \u2013 von Basis zu Basis, ohne Mittelsorganisationen, die Priorit\u00e4ten verzerren. Auch die Ungerechtigkeit innerhalb der internationalen Zivilgesellschaft muss \u00fcberwunden werden.   <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"542\" height=\"778\" src=\"https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Screenshot-2026-03-30-112639.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-14497\" srcset=\"https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Screenshot-2026-03-30-112639.png 542w, https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Screenshot-2026-03-30-112639-209x300.png 209w\" sizes=\"(max-width: 542px) 100vw, 542px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><strong>Ihr Essay tr\u00e4gt den Titel \u201aCivil Society as the Possibility for Collective Freedom\u2018. Warum haben Sie den Begriff der kollektiven Freiheit gew\u00e4hlt und warum ist er heute so zentral f\u00fcr die Zivilgesellschaft? <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Bei Conducive Space for Peace verstehen wir Zivilgesellschaft als F\u00e4higkeit der Gesellschaft zur Selbstbestimmung. Wenn Mechanismen, R\u00e4ume und Prozesse so fragmentiert, vereinnahmt oder polarisiert sind, dass diese F\u00e4higkeit blockiert wird, fehlt die Grundlage f\u00fcr ein Leben in Freiheit und Gerechtigkeit. Unsere Freiheiten entstehen nur gemeinsam \u2013wir k\u00f6nnen nur kollektiv frei sein.   <\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb m\u00fcssen bestehende Ungerechtigkeiten \u00fcberwunden werden. Wenn wir uns als Zivilgesellschaft gegeneinander ausspielen lassen \u2013 Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, Globaler Norden gegen S\u00fcden, Arbeitnehmer*innen hier gegen Arbeitnehmer*innen dort \u2013 dann schw\u00e4chen auch wir unsere Rechte und Freiheiten. Stattdessen brauchen wir inklusivere Beziehungsr\u00e4ume, um Freiheit zu vertiefen und auszuweiten.   <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6ren Reparationen \u2013 nicht als symbolische Geste, sondern als Aufbau neuer Infrastrukturen der Selbstbestimmung: Bildungseinrichtungen, wirtschaftliche Grundlagen, Organisierungskapazit\u00e4ten und politische Teilhabe. Reparative Praxis schafft die Bedingungen f\u00fcr Selbstbestimmung dort, wo koloniale und rassistische Gewalt sie systematisch zerst\u00f6rt hat. Es geht um die politische Rolle von Zivilgesellschaft weit \u00fcber Interessenvertretung hinaus \u2013eine strukturelle Funktion, die wir bewusst wieder aufbauen m\u00fcssen.   <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Impuls m\u00f6chten Sie mit ihrem Essay setzen \u2013 und welche n\u00e4chsten Schritte sehen Sie?<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Der Essay soll einen Diskurs ansto\u00dfen, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet. Er erinnert daran, dass Demokratie und Freiheit immer von unten erk\u00e4mpft wurden, immer grenz\u00fcberschreitend waren, und dass es nie m\u00f6glich war, sich eine Insel der Demokratie zu sichern, w\u00e4hrend der Rest der Welt versinkt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Mit Conducive Space for Peace f\u00fchren wir Gespr\u00e4che in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Bewegungen, um gemeinsam Wege zu finden, zivilgesellschaftliche R\u00e4ume langfristig zu st\u00e4rken. Gleichzeitig arbeiten wir mit Basis- und Graswurzelnetzwerken in Lateinamerika, West- und Ostafrika, Asien und Europa zusammen, um Beziehungen zu kn\u00fcpfen und Infrastrukturen f\u00fcr direkten gegenseitigen Support zu schaffen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Arbeitstitel \u201aReclaiming Civic Sovereignty\u2018 entsteht dabei eine Koalition, verankert in Basisnetzwerken verschiedener Regionen. Statt einer zentralisierten Struktur streben wir eine polyzentrische F\u00f6deration an, in der jeder Teil eigenst\u00e4ndig handeln kann, w\u00e4hrend eine gemeinsame Infrastruktur strategische, technische und solidarische Unterst\u00fctzung bietet. Sie verbindet demokratische Willensbildung von unten mit konzertiertem Handeln \u2013 mit dem Ziel gr\u00f6\u00dferer Unabh\u00e4ngigkeit von Staaten und Geber*innen und mehr Handlungsspielraum f\u00fcr die Zivilgesellschaft.   <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"256\" src=\"https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blau-und-Weiss-Abstrakt-Technologie-LinkedIn-Banner-1-1024x256.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-14508\" srcset=\"https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blau-und-Weiss-Abstrakt-Technologie-LinkedIn-Banner-1-1024x256.png 1024w, https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blau-und-Weiss-Abstrakt-Technologie-LinkedIn-Banner-1-300x75.png 300w, https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blau-und-Weiss-Abstrakt-Technologie-LinkedIn-Banner-1-768x192.png 768w, https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blau-und-Weiss-Abstrakt-Technologie-LinkedIn-Banner-1-1536x384.png 1536w, https:\/\/frient.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Blau-und-Weiss-Abstrakt-Technologie-LinkedIn-Banner-1.png 1584w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Ellermann, weltweit werden zivilgesellschaftliche Handlungsr\u00e4ume zunehmend eingeschr\u00e4nkt. 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