{"id":6430,"date":"2022-05-31T00:11:00","date_gmt":"2022-05-30T22:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frient.de\/werdet-lauter-peace-people\/"},"modified":"2025-01-21T16:11:59","modified_gmt":"2025-01-21T15:11:59","slug":"werdet-lauter-peace-people","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frient.de\/en\/artikel\/werdet-lauter-peace-people\/","title":{"rendered":"Werdet lauter, Peace People!"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>FriEnt hat zum 20sten Geburtstag G\u00e4ste aus zivilgesellschaftlichen und staatlichen Organisationen eingeladen. Sie setzten sich damit auseinander, wie aktive Friedensarbeit auch vor dem Hintergrund eines Krieges in Europa aussehen kann. Auf dem Panel diskutierten der parlamentarische Staatssekret\u00e4r Niels Annen und internationale G\u00e4ste aus der Zivilgesellschaft.  <\/strong><\/p>\n\n<p>Als FriEnt vor 20 Jahren gegr\u00fcndet wurde, war der verheerende Krieg im ehemaligen Jugoslawien gerade zu Ende gegangen. Im Jubil\u00e4umsjahr ist der Krieg nach Europa zur\u00fcckgekehrt, und zivile Friedensakteure stehen vor enormen Herausforderungen. Das FriEnt-Jubil\u00e4um am 19. Mai 2022 bot deshalb nicht nur Anlass zum Feiern und den R\u00fcckblick auf Erreichtes, sondern gab auch Gelegenheit f\u00fcr Austausch und Diskussion.  <\/p>\n\n<p><strong>FriEnt als zentrale Instanz in der deutschen Friedenspolitik<\/strong><\/p>\n\n<p>In ihrer Festrede w\u00fcrdigte M\u00f4 Bleeker, ehemalige Sondergesandte f\u00fcr Vergangenheitsarbeit und Gewaltpr\u00e4vention im Schweizer Au\u00dfenministerium, das globale Engagement der Arbeitsgemeinschaft und die FriEnt-Beitr\u00e4ge f\u00fcr die deutsche Friedenspolitik und f\u00fcr die Erarbeitung der Leitlinien \u201eKrisen verhindern, Konflikte bew\u00e4ltigen, Frieden f\u00f6rdern\u201c. Dann blickte sie auf die aktuellen Herausforderungen f\u00fcr Frieden und Entwicklung durch den Krieg in der Ukraine, die Folgen der Covid-19 Pandemie und die Auswirkungen der Klimakrise sowie durch Extremismus und Autokratien. Sie ermutigte die Arbeitsgemeinschaft, diesen Kurs auch f\u00fcr die Zukunft fortzusetzen.  <\/p>\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Die Zukunft kann friedlich werden<\/h6>\n\n<p>Den Auftakt f\u00fcr die Podiumsdiskussion im zweiten Teil der Veranstaltung \u00fcbernahm Sonya Reines-Djivanides (Executive Director, European Peacebuilding Liason Office \u2013 EPLO) mit einer Nachricht aus der Zukunft. Ihre Keynote Rede versetzte rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die politische Gegenwart im Jahr 2030. Sie zeichnete ein positives Bild mit friedenspolitischen Erfolgen durch Partnerschaften und Netzwerke \u2013 zwischen Staat und Zivilgesellschaft, zwischen Politik und Praxis, in Europa und im Globalen S\u00fcden. Als wichtige Meilensteine hob sie die Verkn\u00fcpfung von Klimapolitik und Friedensf\u00f6rderung hervor ebenso wie die Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Humanit\u00e4rer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Peacebuilding (HDP Nexus) und die Umsetzung gemeinsamer Agenden f\u00fcr Digitalisierung, Gleichberechtigung und Jugendf\u00f6rderung. Mit der BMZ 2030 Reform habe die deutsche Entwicklungspolitik dabei wichtige Akzente gesetzt und Schnittstellen f\u00fcr gemeinsame europ\u00e4ische Initiativen f\u00fcr Pr\u00e4vention und Konfliktsensibilit\u00e4t geschaffen.    <\/p>\n\n<p><strong>Aus der Zukunft in die Gegenwart: Aktuelle Herausforderungen f\u00fcr die Friedensarbeit<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Diskussion auf dem Podium griff dieses Gedankenexperiment auf und schlug einen Bogen aus der Zukunft in die politische Gegenwart. Rhea Mahanta (Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin von \u201eThe Peacebuilding Project\u201c) pl\u00e4dierte dazu leidenschaftlich f\u00fcr eine aktive Rolle lokaler Friedensakteure aus dem Globalen S\u00fcden. Daneben m\u00fcssten Frauen und Jugendliche Friedensprozesse viel st\u00e4rker mitgestalten. Auch Peter van Sluijs (Koordinator der Civil Society Platform for Peacebuilding and Statebuilding &#8211; CSPPS) unterstrich das Potenzial und die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure f\u00fcr nachhaltige Friedensperspektiven mit nationalem Ownership sowie f\u00fcr erweiterte Perspektiven jenseits der staatlichen Zusammenarbeit.   <br><br>F\u00fcr das BMZ gab der Parlamentarische Staatssekret\u00e4r Niels Annen einen Einblick in aktuelle Aktivit\u00e4ten, wie das Ministerium zivile Konfliktbearbeitung unterst\u00fctze und sich f\u00fcr Frieden und Sicherheit in Krisen- und Konfliktkontexten einsetze. Dies geschehe auch in der gemeinsam mit anderen Ressorts und sei ein Teil des Gesamtengagements der Bundesregierung. Relevante Beispiele daf\u00fcr seien die Verkn\u00fcpfung ziviler und milit\u00e4rischer Instrumente in der Sahelzone und das BMZ Sofortprogramm f\u00fcr die Ukraine in enger Abstimmung mit dem Ausw\u00e4rtigen Amt.  <br><br>Besonders mit Blick auf \u201eshrinking spaces\u201c und in fragilen Kontexten sei eine aktive Unterst\u00fctzung und die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft zentral. Zivile Friedensakteure sollten ihre Anliegen aktiv und sichtbar vertreten, um sich im politischen Prozess Geh\u00f6r zu verschaffen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FriEnt hat zum 20sten Geburtstag G\u00e4ste aus zivilgesellschaftlichen und staatlichen Organisationen eingeladen. Sie setzten sich damit auseinander, wie aktive Friedensarbeit auch vor dem Hintergrund eines Krieges in Europa aussehen kann. 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