{"id":6442,"date":"2022-04-29T01:33:00","date_gmt":"2022-04-28T23:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frient.de\/security-needs-peace-policy\/"},"modified":"2025-01-21T16:12:34","modified_gmt":"2025-01-21T15:12:34","slug":"security-needs-peace-policy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frient.de\/en\/artikel\/security-needs-peace-policy\/","title":{"rendered":"Security needs peace policy"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Herausforderungen einer globalen Sicherheits- und Strukturpolitik lassen sich nicht mit milit\u00e4rischen Mitteln bew\u00e4ltigen, sondern Entwicklungszusammenarbeit, Diplomatie und Sicherheitspolitik m\u00fcssen dabei koh\u00e4rent ineinandergreifen. Ein entscheidendes Element daf\u00fcr ist ein umfassendes Verst\u00e4ndnis von \u201emenschlicher Sicherheit\u201c. Im Gespr\u00e4ch mit G\u00e4sten will FriEnt diskutieren, welche Anforderungen sich daraus f\u00fcr die Entwicklung einer nationalen Sicherheitsstrategie ergeben.  <\/strong><\/p>\n\n<p>Seit das Kapitel mit der \u00dcberschrift \u201eDeutschlands Verantwortung f\u00fcr Europa und die Welt\u201c im Koalitionsvertrag der Ampelparteien formuliert wurde, haben sich die Erwartungen an die internationale Politik der Bundesregierung deutlich ver\u00e4ndert. Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurden zentrale Prinzipien der bisherigen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik rigoros in Frage gestellt und werden seitdem kontrovers diskutiert. Ein Kristallisationspunkt f\u00fcr die Debatte ist die von den Regierungsparteien vereinbarte Nationale Sicherheitsstrategie.  <\/p>\n\n<p><strong>Welche Folgen hat die politische \u201eZeitenwende\u201c f\u00fcr den Strategieprozess?<\/strong><\/p>\n\n<p>\u201eWeil Sicherheitspolitik mehr ist als Milit\u00e4r plus Diplomatie\u201c m\u00fcssten zentrale Werte und Prinzipien jetzt deutlich sichtbarer und in praktische Politik umgesetzt werden, so das Pl\u00e4doyer von Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock bei der Auftaktveranstaltung zum Strategieprozess. Ein entscheidendes Element daf\u00fcr ist ein umfassendes Verst\u00e4ndnis von \u201emenschlicher Sicherheit\u201c, das die Freiheit und den Schutz von Menschen \u00fcberall auf der Welt in den Blick nimmt. Die Herausforderungen einer globalen Sicherheits- und Strukturpolitik lassen sich nicht mit milit\u00e4rischen Mitteln bew\u00e4ltigen, sondern Entwicklungszusammenarbeit, Diplomatie und Sicherheitspolitik m\u00fcssen dabei koh\u00e4rent ineinandergreifen. Diese Erkenntnis basiert auf der praktischen Friedensarbeit und ist Grundlage f\u00fcr die gemeinsamen Leitlinien der Bundesregierung \u201eKrisen verhindern, Konflikte bew\u00e4ltigen, Frieden f\u00f6rdern\u201c.   <\/p>\n\n<p>Angesichts der \u201eneuen sicherheitspolitischen Wirklichkeit\u201c wird der Dreiklang aus Entwicklung, Frieden und Sicherheit in den aktuellen Debatten nun in seiner Gewichtung neu verhandelt und teilweise auch in Frage gestellt. Im Gespr\u00e4ch mit unseren G\u00e4sten wollen wir diskutieren, wie die politische \u201eZeitenwende\u201c die Gestaltung einer Nationalen Sicherheitsstrategie beeinflusst und wie eine werte- und interessengeleitete Au\u00dfen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik in Zukunft aussehen kann: Droht ein Zur\u00fcckfallen in alte sicherheitspolitische Muster, mit der Gefahr wichtige Perspektiven auszublenden? M\u00fcssen bisherige Ans\u00e4tze und Instrumente \u00fcberdacht werden, um k\u00fcnftig autokratischen Tendenzen fr\u00fchzeitig und entschieden zu begegnen? Welche Anforderungen ergeben sich daraus f\u00fcr die Entwicklung einer Nationalen Sicherheitsstrategie?   <\/p>\n\n<p>Mit Beitr\u00e4gen von:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jochen Steinhilber, Abteilungsleiter \u201eFlucht; Krisenpr\u00e4vention; Zivilgesellschaft\u201c, Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)<\/li>\n\n\n\n<li>Prof. Dr. Ursula Schr\u00f6der, wissenschaftliche Direktorin, Institut f\u00fcr Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit\u00e4t Hamburg<\/li>\n\n\n\n<li>Nina Bernarding, Ko-Direktorin, Centre for Feminist Foreign Policy<\/li>\n\n\n\n<li>Dr. Ute Finckh-Kr\u00e4mer, Co-Vorsitzende des SprecherInnenrates, Plattform Zivile Konfliktbearbeitung<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Die Veranstaltung schlie\u00dft an die Auftakt-Diskussion zur (friedens-) politischen Zeitenwende vom 15. M\u00e4rz 2022 an. Als gemeinsame Plattform von Staat und Zivilgesellschaft begleitet FriEnt die aktuellen Debatten um die Friedens- und Sicherheitspolitik und bietet Raum f\u00fcr Austausch und Dialog. <\/p>\n\n<p>Die Veranstaltung findet am 11. Mai von 17.30 bis 19:00 Uhr online statt. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen m\u00f6chten, senden Sie bitte eine E-Mail an <a href=\"mailto:info@frient.de\">info@frient.de<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herausforderungen einer globalen Sicherheits- und Strukturpolitik lassen sich nicht mit milit\u00e4rischen Mitteln bew\u00e4ltigen, sondern Entwicklungszusammenarbeit, Diplomatie und Sicherheitspolitik m\u00fcssen dabei koh\u00e4rent ineinandergreifen. Ein entscheidendes Element daf\u00fcr ist ein umfassendes Verst\u00e4ndnis von \u201emenschlicher Sicherheit\u201c. 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