{"id":6456,"date":"2022-03-30T02:51:00","date_gmt":"2022-03-30T00:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frient.de\/studieren-um-globale-herausforderungen-zu-verstehen\/"},"modified":"2025-01-21T16:13:10","modified_gmt":"2025-01-21T15:13:10","slug":"studieren-um-globale-herausforderungen-zu-verstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frient.de\/en\/artikel\/studieren-um-globale-herausforderungen-zu-verstehen\/","title":{"rendered":"Studieren, um globale Herausforderungen zu verstehen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im April findet bereits zum 5. Mal das Seminar \u201eGerechtigkeit und Frieden GuF\u201c als Teil des multiplexen Masterstudiengangs \u201eTheologie und globale Entwicklung (MA-TuGE)&#8221; statt. Seit 2017 bietet das RWTH-Institut f\u00fcr Katholische Theologie in Kooperation mit Missio und Misereor diesen Studiengang an. <\/strong><\/p>\n\n<p>Eingeschriebene Studierende und Gasth\u00f6rende setzen sich im Studiengang &#8220;Gerechtigkeit und Frieden mit Themen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sowie der Rolle der Religionen im Kontext von GuF auseinander. Friedensarbeit vor, w\u00e4hrend und nach Konflikten und Ursachen struktureller Gewalt werden er\u00f6rtert. Interventionsans\u00e4tze sowie Konflikt- und Vergangenheitsbew\u00e4ltigung werden betrachtet. Themen wie Transitional Justice und Vers\u00f6hnungsprozesse sind zentrale Bausteine des Kurses.   <\/p>\n\n<p>An Beispielen fehlt es aufgrund des internationalen Horizonts nicht. Das interdisziplin\u00e4re Team der Dozierenden trifft auf Studierende unterschiedlichster Herkunft. Seit Beginn des MA-TuGE wirkte der neue FriEnt-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Kuller mit. Ebenso ist Sylvia Servaes, die Misereor bei FriEnt vertritt, beteiligt. Beide haben langj\u00e4hrige EZ-Erfahrung und Expertise in Menschenrechtsarbeit sowie Friedensbildung und -f\u00f6rderung. Kuller ist \u00fcberzeugt: \u201eZu den akuten Gefahren, die das Leben ebenso bedrohen wie Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen, z\u00e4hlen auch Nahrungsengp\u00e4sse, Krankheiten, wirtschaftlicher Verfall und die Klimakrise. Frieden bedeutet Gerechtigkeit, menschliche Sicherheit. Die Sicherheit, seine wichtigsten Bed\u00fcrfnisse stillen zu k\u00f6nnen. Diese Art von Sicherheit h\u00e4ngt eng mit humanit\u00e4rer Hilfe, EZ und Friedensf\u00f6rderung zusammen.\u201c Letztlich zeigt sich im MA-TuGE die Komplexit\u00e4t von Menschenrechts-, GuF- und EZ-Arbeit. Es geht in vielerlei Hinsicht auch um die Analyse von Missst\u00e4nden und der F\u00f6rderung eines sozial\u00f6kologischen Wandels.       <\/p>\n\n<p>Dass das Studium anschlussf\u00e4hig ist, wird nicht zuletzt daran deutlich, dass heute insgesamt vier Frauen in je vier Abteilungen bei Misereor arbeiten. Das erlernte Wissen fange, so die Kollegin in der Abteilung Politik und Globale Zukunftsfragen Madeleine W\u00f6rner, bei ihr selber an, ginge \u00fcber zu den Menschen in Nord und S\u00fcd und reiche bis in die spezifischsten Fachthemen hinein. Ihr Thema ist \u201eGute Energie f\u00fcr Alle und Klimagerechtigkeit\u201c. Weitere junge Misereor-Kolleginnen erl\u00e4utern, wie sie \u201enicht nur viele neue Personen und Theorien kennengelernt, sondern auch globale Zusammenh\u00e4nge aus anderen Perspektiven betrachtet haben\u201c, so die Referentin f\u00fcr Spendenkommunikation Johanna Jung, der Globale Norden m\u00fcsse \u201edie konstruierte Deutungshoheit\u201c ablegen. Ihre Kommilitonin Ina Thomas betont: \u201eDie Kombination aus internationaler Politik und interkulturellen sowie interreligi\u00f6sen Aspekten begeistert mich sehr\u201c. Sie arbeitet in der Kommunikationsabteilung: \u201eIch versuche, die entwicklungspolitischen und manchmal uns so fern erscheinenden Themen von Misereor in die deutsche \u00d6ffentlichkeit zu tragen und den Bezug zu unser aller Leben herzustellen\u201c. Monika Kohnen de Bertel der Abteilung Bildung und Pastoralarbeit hat den Studiengang \u201eals eine gute Mischung aus theoretischen und praktischen Lernfeldern wahrgenommen\u201c. Begegnungen mit Gl\u00e4ubigen aus einer Sikhgemeinde, mit J\u00fcdinnen und Juden in Deutschland oder mit indigenen Vertreterinnen und Vertretern aus Amazonien seien erm\u00f6glicht worden.       <\/p>\n\n<p>Hoffen wir, dass den MA-Studierenden mit Ende des Sommersemesters der GuF-Begriff in seiner ganzen Komplexit\u00e4t deutlich gemacht wurde und sie globale Entwicklungsprozesse zu analysieren und dabei die multidimensionalen Rahmenbedingungen zu ber\u00fccksichtigen lernen. Dazu geh\u00f6ren auch das UPR-Verfahren, Shrinking Space der Zivilgesellschaft, Sicherheitsaspekte, Friedensprozesse, Trauma-Arbeit, Dialogf\u00f6rderung, Mediation, Lobby- und Advocacy, Zugang zu Bildung, Gesundheit etc. Theoretische Grundlagen werden anhand praktischer Projektbeispiele erl\u00e4utert, Erfahrungsberichte von Misereor-Partnerorganisationen sind vorgesehen und werden \u2013 davon bin ich \u00fcberzeugt &#8211; die Teilnehmenden nachhaltig bewegen, sodass sie als kompetentes Nachwuchspersonal in den jeweiligen Disziplinen den globalen Herausforderungen gewachsen sind. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im April findet bereits zum 5. Mal das Seminar \u201eGerechtigkeit und Frieden GuF\u201c als Teil des multiplexen Masterstudiengangs \u201eTheologie und globale Entwicklung (MA-TuGE)&#8221; statt. Seit 2017 bietet das RWTH-Institut f\u00fcr Katholische Theologie in Kooperation mit Missio und Misereor diesen Studiengang an. Eingeschriebene Studierende und Gasth\u00f6rende setzen sich im Studiengang &#8220;Gerechtigkeit und Frieden mit Themen der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":4965,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1248],"autor":[],"blog-serie":[],"fokusthema":[],"organisation":[],"region":[],"thema_artikel":[],"class_list":["post-6456","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-current-articles-en"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6456"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6456\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6457,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6456\/revisions\/6457"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6456"},{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=6456"},{"taxonomy":"blog-serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/blog-serie?post=6456"},{"taxonomy":"fokusthema","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/fokusthema?post=6456"},{"taxonomy":"organisation","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/organisation?post=6456"},{"taxonomy":"region","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/region?post=6456"},{"taxonomy":"thema_artikel","embeddable":true,"href":"https:\/\/frient.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/thema_artikel?post=6456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}