{"id":6784,"date":"2020-03-03T03:39:00","date_gmt":"2020-03-03T02:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/frient.de\/wind-of-change\/"},"modified":"2025-01-21T16:21:20","modified_gmt":"2025-01-21T15:21:20","slug":"wind-of-change","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/frient.de\/en\/artikel\/wind-of-change\/","title":{"rendered":"Wind of Change"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>W\u00e4hrend der Friedenschluss zwischen \u00c4thiopien und Eritrea und die Entwicklungen im Sudan Hoffnung machen, er\u00f6ffnen sich gleichzeitig neue Konfliktlinien am Horn von Afrika. Die aktuelle Studie der Friedrich Ebert Stiftung setzt sich in ihrer Studie mit diesen widerspr\u00fcchlichen Entwicklungen am Horn von Afrika auseinander. <\/strong><\/p>\n\n<p>In einer aktuellen Studie durchleuchtet die Friedrich Ebert Stiftung die politische Situation am Horn von Afrika: Zun\u00e4chst gibt es hoffnungsvolle Nachrichten: \u00c4thiopien und Eritrea haben Frieden geschlossen. Im Sudan besteht die Chance auf einen demokratischen Neustart. Und auch die ehemaligen Widersacher Somalia, \u00c4thiopien und Eritrea verst\u00e4ndigen sich auf eine st\u00e4rkere wirtschaftliche Zusammenarbeit. W\u00e4hrend diese Ver\u00e4nderungen am Horn begr\u00fc\u00dfenswert sind, h\u00e4ufen sich zugleich andere besorgniserregende Entwicklungen. So zeichnen sich neue Konfliktlinien in der Region ab, die erhebliche Konsequenzen f\u00fcr das Horn und dar\u00fcber hinaus erahnen lassen. Denn tats\u00e4chlich hat die Ann\u00e4herung zwischen \u00c4thiopien und Eritrea offenkundig Misstrauen gesch\u00fcrt \u2013 Dies betrifft insbesondere \u00c4thiopien und Kenia, deren gegens\u00e4tzliche Somalia-Politik f\u00fcr mehr Konfliktpotenzial sorgt.     <\/p>\n\n<p>Auch auf der regionalen Ebene gibt es Spannungen: Die innenpolitischen Reformen im Sudan und in \u00c4thiopien, die Ann\u00e4herung an Eritrea und das ambitionierte Ziel der trilateralen Wirtschaftsintegration sind bislang noch nicht miteinander verbunden. Hinzu kommt, dass sich diese Entwicklungen seither noch nicht auf die Unterst\u00fctzung der multilateralen nordostafrikanischen Regionalorganisation IGAD (Intergovernmental Authority on Development) st\u00fctzen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus untergr\u00e4bt zuweilen die Rolle der Golfstaaten die Bem\u00fchungen um Demokratisierung und f\u00f6rdert stattdessen den Autoritarismus. All dies beeintr\u00e4chtigt die Beziehungen zwischen den Staaten am Horn und anderen Regionen Afrikas.   <\/p>\n\n<p>Autor der Analyse ist der \u00e4thiopische Diplomat Dr. Abdeta Beyene, der unter anderem als Sonderbotschafter in Somalia und als Chef des der IGAD unterstehenden Mediationsteams f\u00fcr die Republik S\u00fcdsudan zust\u00e4ndig war. Abdeta Beyene ist derzeit als Executive Director des Centre for Dialogue, Research and Cooperation t\u00e4tig und hat an der Northwestern University promoviert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Friedenschluss zwischen \u00c4thiopien und Eritrea und die Entwicklungen im Sudan Hoffnung machen, er\u00f6ffnen sich gleichzeitig neue Konfliktlinien am Horn von Afrika. Die aktuelle Studie der Friedrich Ebert Stiftung setzt sich in ihrer Studie mit diesen widerspr\u00fcchlichen Entwicklungen am Horn von Afrika auseinander. 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