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Friedens- und Klimapolitik zusammendenken

Neuer Online-Hub: „Frieden verbessert das Klima“
Konsortium ZFD
Klimawandel
Frieden und Klima
Globale Partnerschaften
Tim Bunke I Weltfriedensdienst e.V.

Klima- und Friedenspolitik müssen enger verzahnt werden, damit der Klimawandel und seine Folgen konstruktiv angegangen werden können. Dabei spielt Zivile Konfliktbearbeitung eine wichtige Rolle. Das verdeutlicht der Zivile Friedensdienst (ZFD) ab heute in einem Online-Hub. Der Hub „Frieden verbessert das Klima“ beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Friedensarbeit und Klimakrise und ergänzt Perspektiven aus Forschung und Praxis.

Die Folgen des Klimawandels bedrohen schon jetzt den Lebensraum vieler Menschen. Vor allem dort, wo Instabilität und Krisen herrschen, können Spannungen zunehmen. Doch Konflikte bedeuten nicht zwangsläufig Konfrontation. Es besteht die Chance, Kooperationen anzustoßen, um die Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Dabei müssen Friedens- und Klimapolitik ineinandergreifen.

Im Umgang mit der Klimakrise geht es um mehr als Umweltschutz, vor allem in Krisenregionen: „Solange bestehende Konflikte eine Gesellschaft destabilisieren, kann sie sich nicht konstruktiv mit Klimaschutz und -anpassungen beschäftigen“, sagt Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums ZFD. „Und Konflikte, die durch den Klimawandel verstärkt werden, müssen gewaltfrei geregelt werden, damit nicht noch mehr Leid entsteht.“ Friedensarbeit stärkt die Bereitschaft und die Fähigkeit von Menschen zur Kooperation und öffnet Perspektiven für bessere Lebensumstände. „Zivile Konfliktbearbeitung legt somit einen Grundstein für die Bewältigung der Klimakrise,“ sagt Vehrenberg. Entscheidend ist auch, dass Umweltschutzmaßnahmen konfliktsensibel umgesetzt werden. „Wenn Menschen von ihrem Land vertrieben werden, um darauf Wind- und Solarparks zu errichten, wird Klimaschutz Teil des Problems“, so Vehrenberg, „es braucht mit allen Beteiligten durchdachte Ideen.“

Eine besondere Verantwortung haben die Industrienationen, die den Klimawandel maßgeblich verursacht haben. „Die Klimakrise zementiert globale Ungerechtigkeiten“, erläutert Vehrenberg, „Wir brauchen starke Allianzen zwischen den Ländern der nördlichen und der südlichen Hemisphäre. Die Klimakrise können wir nur gemeinsam bewältigen.“

Der Online-Hub „Frieden verbessert das Klima“ liefert umfangreiche Informationen und eine kommentierte Link-Liste zum Zusammenhang von Frieden und Klima. Neben Einblicken in die Arbeit des Zivilen Friedensdienstes bietet er Perspektiven von Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis.

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