Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

Kein Frieden ohne Frauen

Interview mit Irene Mukasa-Erben in der Frankfurter Rundschau
Konsortium ZFD
Gender
Zivile Konfliktbearbeitung
Zivilgesellschaft
Feministische Friedensförderung
Hannah Busing | Unsplash

FriEnt-Lenkungsausschussmitglied Irene Mukasa-Erben spricht in diesem Interview mit der Frankfurter Rundschau über die Rolle von Frauen in Kriegs- und Konfliktzeiten. Sie erklärt, warum die Beteiligung von Frauen an Friedens- und Versöhnungsprozessen maßgeblich ist, um nachhaltigen Frieden zu ermöglichen.

Frauen werden oft nur passiv als Opfer gesehen oder auf die Familie und soziale Belange verkürzt. Dabei nehmen Frauen besonders in Kriegs- und Konfliktzeiten eine zentrale Rolle in der Zivilgesellschaft ein. Zudem sind Frauen vom Krieg oft anders betroffen als Männer. Sie engagieren sie sich nicht selten besonders für die Opfer von Gewalt, fordern soziale Gerechtigkeit ein und Aufklärung darüber, was geschehen ist. Frauen wirken maßgeblich in die Gemeinschaften hinein. So erlangen sie das Vertrauen der Gemeinschaften und auch die Legitimität, für das Gemeinwohl zu sprechen. Wenn Friedensprozesse konsequent Frauen involvieren, wirken sie qualitativ besser und nachhaltiger.

Darüber hinaus erklärt Irene Mukasa-Erben im Interview vom 09.03.2025, was das in der Praxis bedeutet – auch anhand der Arbeit des Konsortiums Ziviler Friedensdienst in der Ukraine.

Autor

No authors assigned to this post.

Referenzen

Verwandte Artikel

Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.
Im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen, den sogenannten June Climate Meetings der Nebenorgane der UNFCCC (SB64) in Bonn, schilderte Mrinal Kanti Tripura, Direktor der Maleya Foundation in Bangladesch, wie sich der Klimawandel auf indigene Personen im östlichen Himalaya auswirkt. Im Interview erläutert er, warum die Folgen des Klimawandels nicht nur Lebensgrundlagen, sondern auch Kultur und traditionelles Wissen bedrohen – und warum die Stimmen indigener Gemeinschaften in den Klimaverhandlungen Gehör finden müssen.

Verwandte Artikel