Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

Business and Peace. It takes two to tango

Friedensförderung
Wirtschaft und Frieden
FriEnt
Various
Die neue Publikation „Business und Peace. It takes two to tango“ geht den Chancen und Risiken des Engagements der Privatwirtschaft für die Friedensförderung auf den Grund.

Wirtschaftliche Entwicklung, Geschäftstätigkeit und neue Arbeitsplätze stabilisieren fragile und von Konflikten betroffene Gesellschaften. Diese Logik zieht sich seit 2011 wieder durch einen ewig alten Fachdiskurs. So einfach ist das aber nicht, denn Unternehmen profitieren zum Beispiel manchmal von Konflikten. Oder aber sie verhalten sich nicht oder nicht ausreichend konfliktsensibel und richten unabsichtlich mehr Schaden als Nutzen an. Um diese Zusammenhänge grundlegend zu untersuchen, organisierte FriEnt im letzten Jahr eine internationale Expertenberatung.

Die Erkenntnisse aus dieser Expertenberatung hat FriEnt gemeinsam mit CDA und International Alert strukturiert und in dem Dossier „Business und Peace. It takes two to tango“ zusammengeschrieben, das gerade erschienen ist. Die Autor*innen werfen dabei eine Reihe von Fragen auf: Unter welchen Bedingungen können Unternehmen für die Unterstützung des Friedens gewonnen werden – und wie können sie auf das Prinzip “do no harm” verpflichtet werden? Welche Rolle spielen Investoren und Banken als Anbieter von Unternehmensfinanzierungen? Welche Kriterien müssen Unternehmen erfüllen, um die öffentliche Finanzierung unter (Post-)Konfliktbedingungen zu rechtfertigen?

Die Autor*innen spitzen als zentrale Botschaft zu, dass es bei der Verbindung von Wirtschaft und Frieden auf das ausgewogene Verhältnis von Erwartungen und Möglichkeiten, Chancen und Risiken auf beiden Seiten ankommt, um hier friedenspositiv zu wirken. Es braucht halt immer zwei, um Tango zu tanzen.

Business and Peace. It takes two to tango
Größe: 346KB
Dateityp: PDF
Autor*innen
Ben Miller
Johannes Schreuder
Kathryn Nwajiaku-Dahou
Markus Mayer

Verwandte Artikel

COP 31 muss für die am stärksten Gefährdeten liefern

Angesichts der bevorstehenden COP 31 fordert Habib Ur Rehman Mayar, stellvertretender Generalsekretär des g7+-Sekretariats, dass die Klimafinanzierung endlich auch konfliktbetroffenen Ländern zugutekommen muss. Mit seiner fast zwei Jahrzehnte umfassenden Erfahrung in den Bereichen Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, fragile Staaten und internationale Klimapolitik skizziert Mayar, was eine „Umsetzungs-COP“ für die am stärksten gefährdeten Länder leisten muss.
Angesichts der bevorstehenden COP 31 fordert Habib Ur Rehman Mayar, stellvertretender Generalsekretär des g7+-Sekretariats, dass die Klimafinanzierung endlich auch konfliktbetroffenen Ländern zugutekommen muss. Mit seiner fast zwei Jahrzehnte umfassenden Erfahrung in den Bereichen Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit, fragile Staaten und internationale Klimapolitik skizziert Mayar, was eine „Umsetzungs-COP“ für die am stärksten gefährdeten Länder leisten muss.
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.