Agenda 2030

In einer eng vernetzten Welt werden die globalen Herausforderungen für die Prävention von Gewalt und die Bearbeitung von Konflikten immer wichtiger. So wird die Dynamik von Gewaltkonflikten anderswo auch von unseren Konsum- und Produktionsweisen beeinflusst – gleichzeitig haben Gewaltkonflikte Auswirkungen auf nachhaltige Entwicklung in anderen Ländern. Zunehmende gesellschaftliche Polarisierung stellt auch den Zusammenhalt in Deutschland und Europa auf die Probe. Nur durch gemeinsame Anstrengungen werden wir diese Herausforderungen bewältigen.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bringt nicht nur die sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Dimensionen von Nachhaltigkeit zusammen, sondern nimmt auch universelle Gültigkeit für alle Länder in Anspruch. Sie erkennt an, dass weder Ursachen noch Folgen von Fragilität und Gewalt rein innerstaatlicher Natur sind. Lokale und globale Antworten zur Friedensförderung müssen deswegen zusammengedacht werden und lokale Stimmen in die Gestaltung und Umsetzung globaler Agenden in den Mittelpunkt rücken.

SDG 16

Laut Präambel der Agenda 2030 sind „die Querverbindungen zwischen den Zielen für nachhaltige Entwicklung und deren integrierter Charakter“ von ausschlaggebender Bedeutung. Die SDGs sollen sich gegenseitig unterstützen. Der breite thematische Ansatz der SDGs bietet damit das Potential, bisher unterbelichtete Wechselwirkungen und Synergien von Frieden und nachhaltiger Entwicklung unter die Lupe zu nehmen und integrierte Ansätze zu entwickeln.

Kaum ein anderes globales Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030 ist so stark mit anderen Zielen verwoben wie das Ziel 16 für friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften: Armut, Wasserknappheit und Klimawandel können Konflikte verschärfen; Wirtschaftswachstum, Bildung, gute Regierungsführung und weniger Ungleichheit tragen zur friedlichen Transformation bei, wenn sie Konfliktdynamiken ausreichend berücksichtigen.

FriEnt ist in eine Reihe von Prozessen und globalen Bündnissen involviert, die die Fortschritte bei der Erreichung friedlicher, gerechter und inklusiver Gesellschaften in den Blick nehmen. Im Rahmen der Mitgliedschaft in der Civil Society Platform on Peacebuilding and Statebuilding (CSPPS) unterstützt FriEnt unter anderem die zivilgesellschaftliche Teilhabe und die Berücksichtigung von Friedensthemen in der SDG-Überprüfung in fragilen und von Konflikten betroffenen Staaten und fördert die Vernetzung mit internationalen Akteuren. FriEnt stellt seinen Mitgliedern Informationen und Beratung zu relevanten multilateralen Entwicklungen zu Verfügung und integriert internationale Prozesse, wie die Agenda 2030 in bestehende Themenschwerpunkte.

Die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) ist ein Zusammenschluss von staatlichen Organisationen, kirchlichen Hilfswerken, zivilgesellschaftlichen Netzwerken und politischen Stiftungen.

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