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Die Strukturreform des Auswärtigen Amts

Was wäre, wenn sie gelingen würde?
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Das Auswärtige Amt hat die größte Strukturreform seit Jahrzehnten angekündigt. Sie soll Deutschlands Außenpolitik strategischer und sicherheitsorientierter ausrichten. Nun gelte es, ins­be­son­de­re Kern­kom­pe­ten­zen wie die stra­te­gi­sche Vorausschau und Frühwarnung aufzuwerten sowie die mühsam aufgebaute Expertise bei Kon­flikt­vor­her­sa­ge und pro­fes­sio­nel­ler Aus­ein­an­der­set­zung mit einer unsicheren Zukunft prominent zu verankern, schreibt Sarah Bressan, Research Fellow am Global Public Policy Institute.

Im Zuge der Strukturreform werden zentrale Bereiche der Stabilisierung, Krisenprävention, Friedensförderung und humanitären Hilfe neu verteilt. Denn die bisher dafür zuständige Abteilung wird laut der Reform-Ankündigung des neuen Au­ßen­mi­nis­ters Johann Wadephul nun aufgelöst. Dabei habe sie in den letzten zehn Jahren den Großteil der Gelder in der deutschen Au­ßen­po­li­tik verwaltet und Deutschland zum größten in­ter­na­tio­na­len Geber für Kon­flikt­prä­ven­ti­on gemacht, so Bressan in ihrem Beitrag für Re:Form.

Während stra­te­gi­sche Si­cher­heits­po­li­tik und Geoökonomie sinnvollerweise gestärkt würden, bestehe das Risiko, dass präventive, friedensfördernde und humanitäre Ansätze an Sichtbarkeit verlören. Entscheidend werde es daher sein, ob die Reform die vorhandene Expertise bei Kon­flikt­vor­her­sa­ge und Vorausschau in der neuen Struktur verankern könne. Gelinge die Reform, könne sie ein Impuls für andere Ministerien sein, ihre Verwaltung neu zu denken und wirksame Strukturen zu schaffen, heißt es im Beitrag, der hier gefunden werden kann.

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