Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

Die Strukturreform des Auswärtigen Amts

Was wäre, wenn sie gelingen würde?
Auswärtiges Amt
GPPI
Außenpolitik
Friedensförderung
Sicherheitspolitik
Zeitenwende
cbies | IStock

Das Auswärtige Amt hat die größte Strukturreform seit Jahrzehnten angekündigt. Sie soll Deutschlands Außenpolitik strategischer und sicherheitsorientierter ausrichten. Nun gelte es, ins­be­son­de­re Kern­kom­pe­ten­zen wie die stra­te­gi­sche Vorausschau und Frühwarnung aufzuwerten sowie die mühsam aufgebaute Expertise bei Kon­flikt­vor­her­sa­ge und pro­fes­sio­nel­ler Aus­ein­an­der­set­zung mit einer unsicheren Zukunft prominent zu verankern, schreibt Sarah Bressan, Research Fellow am Global Public Policy Institute.

Im Zuge der Strukturreform werden zentrale Bereiche der Stabilisierung, Krisenprävention, Friedensförderung und humanitären Hilfe neu verteilt. Denn die bisher dafür zuständige Abteilung wird laut der Reform-Ankündigung des neuen Au­ßen­mi­nis­ters Johann Wadephul nun aufgelöst. Dabei habe sie in den letzten zehn Jahren den Großteil der Gelder in der deutschen Au­ßen­po­li­tik verwaltet und Deutschland zum größten in­ter­na­tio­na­len Geber für Kon­flikt­prä­ven­ti­on gemacht, so Bressan in ihrem Beitrag für Re:Form.

Während stra­te­gi­sche Si­cher­heits­po­li­tik und Geoökonomie sinnvollerweise gestärkt würden, bestehe das Risiko, dass präventive, friedensfördernde und humanitäre Ansätze an Sichtbarkeit verlören. Entscheidend werde es daher sein, ob die Reform die vorhandene Expertise bei Kon­flikt­vor­her­sa­ge und Vorausschau in der neuen Struktur verankern könne. Gelinge die Reform, könne sie ein Impuls für andere Ministerien sein, ihre Verwaltung neu zu denken und wirksame Strukturen zu schaffen, heißt es im Beitrag, der hier gefunden werden kann.

Autor

No authors assigned to this post.

Referenzen

Verwandte Artikel

Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.
Im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen, den sogenannten June Climate Meetings der Nebenorgane der UNFCCC (SB64) in Bonn, schilderte Mrinal Kanti Tripura, Direktor der Maleya Foundation in Bangladesch, wie sich der Klimawandel auf indigene Personen im östlichen Himalaya auswirkt. Im Interview erläutert er, warum die Folgen des Klimawandels nicht nur Lebensgrundlagen, sondern auch Kultur und traditionelles Wissen bedrohen – und warum die Stimmen indigener Gemeinschaften in den Klimaverhandlungen Gehör finden müssen.

Verwandte Artikel