Wonach suchen Sie?

Aktuelles

Fotografien gegen das Vergessen

UNESCO zeichnet deutschen Fotografen als "Artist for Peace" aus
Davide Ragusa I Unsplash

Der Mannheimer Fotograf Luigi Toscano wurde von de UNESCO zum „Artist for Peace“ ausgezeichnet. Toscano porträtierte für sein weltweites Erinnerungsproject „Gegen das Vergessen“ über 400 Holocaust­-Überlebende und stellt die Fotos auf öffentlichen Plätzen aus.

Mit der Berufung zum „Artist for Peace“ würdigt die UNESCO Toscanos Erinnerungsprojekt „Gegen das Vergessen“ („Lest We Forget“). Der Fotograf erinnert damit an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen und gibt dieser Erinnerung ein menschliches Gesicht. Dies erreichte er vor allem durch das Porträtieren von über 400 Überlebenden der NS-Verfolgung in Deutschland, den USA, Österreich, der Ukraine, Russland, Israel, den Niederlanden und Belarus. Zuletzt wurde ein großer Teil als Fotoinstallation für den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust im Januar 2021 in und um das Hauptquartier der UNESCO in Paris ausgestellt.

Luigi Toscano ist nicht nur der erste Deutsche, sondern auch der allererste Fotograf, dem die Ehre zuteil wird, als „Artist for Peace“ ausgezeichnet zu werden. Angesichts aktueller politischer Trends wie Rassismus und Antisemitismus will Toscano sich für Demokratie, Menschlichkeit, Offenheit und Toleranz einsetzen.

Die multimediale Ausstellung der Porträts gibt es hier.

Referenzen
Teilen
Autor
Kontaktieren Sie uns
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder möchten Sie das FriEnt-Team kontaktieren?

Verwandte Artikel

[tag_names_card]
Die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) hat ihre Webseite grundlegend neugestaltet. Mit klarer thematischer Struktur, vereinfachter Navigation und modernem, zugänglichem Design wird die Arbeit des Netzwerkes jetzt noch sichtbarer und leichter zugänglich – für Fachleute ebenso wie für alle, die sich für friedens- und entwicklungspolitische Themen interessieren. Wie bisher ist die Webseite sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar.
[tag_names_card]
Seit September 2026 verstärkt Peer Krumrey das FriEnt-Team als Entsandter der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Er ist Referent für Frieden und Sicherheit im Referat Globale und Europäische Politik der FES und arbeitet bei FriEnt insbesondere zu Frieden und Sicherheit sowie Frieden und Entwicklung.
[tag_names_card]
Am 26. August diskutierten Fachleute aus Nigeria und Deutschland in Berlin im Rahmen der FriEnt-Reihe Forgotten Conflicts Ursachen und Folgen der Gewalt in Nigerias Nordwesten und in der Region Middle Belt. Die Diskussion stellte die Annahme infrage, die Gewalt sei in erster Linie religiös motiviert, und richtete den Blick stattdessen auf Faktoren wie Klimastress, Landknappheit, schwache staatliche Strukturen und schwindende Lebensgrundlagen sowie auf die Bedeutung lokal verankerter Friedensarbeit.
[tag_names_card]
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.

Verwandte Artikel