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Friedensjournalismus und präventive Jugendarbeit

Wie sich die Zivilgesellschaft in Kamerun gegen den Bürgerkrieg stemmt
Miguel Á. Padriñán I Pixabay

Seit zwei Jahren schüren in Kamerun verschiedene Konfliktparteien die Gewalt. Vordergründig geht es um einen Konflikt zwischen der englisch- und der französischsprachigen Bevölkerung. Doch Armut, soziale Ungerechtigkeit, Landkonflikte und Arbeitslosigkeit sorgen schon länger für Unmut in der Bevölkerung. Vor allem die Jugend läuft Gefahr, sich radikalen Gruppen anzuschließen. Mit der Wiederwahl des seit 1982 amtierenden Präsidenten Paul Biyas im Oktober ist die Lage angespannter denn je.

Auch die Medien stehen unter Druck. Kritische Journalistinnen und Journalisten werden oft suspendiert oder verhaftet. Eine ausgewogene Berichterstattung ist kaum möglich. Dabei ist genau sie jetzt wichtig, um Konflikte zu deeskalieren. Die presbyterianische Kirche Kameruns (PCC) und der ZFD haben das Cameroon Community Media Network (CCMN) aus der Taufe gehoben. Es fördert einen konfliktsensiblen Journalismus, um den gesellschaftlichen Dialog wieder anzuschieben und Gewalt vorzubeugen. „Eine weitere Eskalation kann verhindert werden, wenn der Dialog aufrechterhalten und von einer vermittelnden Instanz begleitet wird“, ist Geraldine Fobang, Präsidentin des CCMN, überzeugt. Auch die Jugend steht im Fokus: Gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Teilhabe sind erste Voraussetzungen, um sie gegen die Rekrutierungsversuche radikaler Gruppen zu wappnen. Eine Studie des ZFD-Partners Dynamique Mondiale des Jeunes (DMJ) zeigt, dass sich Jugendliche diesen Gruppen in erster Linie wegen der Aussicht auf Geld und Zugehörigkeit anschließen und nicht aus religiösen oder ideologischen Gründen. DJM unterstützt die Jugendlichen dabei, sich mehr Gehör und Mitsprache zu verschaffen.

Der Zivile Friedensdienst engagiert sich in Kamerun mit 14 Fachkräften von zwei ZFD-Trägern (AGEH und Brot für die Welt).

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