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Gegen den Trend: Progressive Sicherheitsansätze

Online-Konferenz des „Security Policy Alternatives Network“ (SPAN)
Javier Allegue Barros | Unsplash

Das von der Friedrich-Ebert-Stiftung mitbegründete Netzwerk „Security Policy Alternatives Network“ (SPAN) entwickelt Vorschläge für alternative, menschenrechtsbasierte Ansätze der Sicherheits- und Friedenspolitik. Bei seinem jährlichen Netzwerktreffen im Oktober 2020 stellten SPAN-Mitglieder ihre Politikempfehlungen vor und diskutierten diese mit Vertreter*innen der EU, der NATO und der UN.

In den letzten zehn Jahren ist die Welt konfliktreicher geworden. Staatliche Sicherheitskräfte tragen eine Hauptverantwortung für die Zunahme von Gewalt. Rund drei Viertel der registrierten Todesfälle in bewaffneten Konflikten sind Opfer staatlicher Gewalt. Verstärkt werden diese Konflikt- und Gewalttendenzen durch einen rasch zunehmenden Autoritarismus sowie internationale Sicherheitspartnerschaften mit autoritären Regimen. Aus den desaströs gescheiterten Interventionen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat die internationale Staatengemeinschaft kaum gelernt. Gesellschaftliche Konflikte in der Sahel-Region werden nach alt bekannten Mustern vor allem mit Instrumenten der Sicherheitspolitik ‚bearbeitet‘. Narrative von „Wir gegen sie“ und „gut gegen böse“, wirken ebenso beharrlich fort wie maskuline Vorstellungen von Sicherheit. 

Das von der Friedrich-Ebert-Stiftung mitbegründete Netzwerk „Security Policy Alternatives Network“ (SPAN) versucht, diese festgefahren Diskurse und Praktiken aufzubrechen und entwickelt Vorschläge für alternative, menschenrechtsbasierte Ansätze der Sicherheits- und Friedenspolitik. Bei seinem jährlichen Netzwerktreffen im Oktober 2020 stellten SPAN-Mitglieder ihre Politikempfehlungen einer internationalen Fachöffentlichkeit vor und diskutierten diese mit Vertreterinnen der Europäischen Union, der NATO und der Vereinten Nationen.  Einen Mitschnitt der Diskussionen finden Sie hier.

Liste der Referent*innen:

Panel 1: Securitisation, authoritarianism and conflict – turning the tide

  • Fionnuala D. Ní Aoláin, UN Special Rapporteur on the promotion and protection of human rights and fundamental freedoms while countering terrorism   
  • Marc Batac, Initiatives for International Dialogue
  • Elham Saudi, Lawyers for Justice in Libya
  • Nadia Ahidjo (Moderator), Open Society Initiative for West Africa (OSIWA)
  • Peter Knoope, founder of  International Centre for Counterterrorism (ICCT)
  • Benedetta Berti, Head of Policy Planning, Office of the Secretary General, NATO

Panel 2: Rethinking security interventions in the Sahel

  • Assitan Diallo, Association des Femmes Africaines pour la Recherche et le Développement (AFARD) Mali
  • Vivian Huijge, Political Adviser to the EU Special Representative for the Sahel
  • Philippe M. Frowd, Assistant Professor in the School of Political Studies at the University of Ottawa
  • Bruno Charbonneau, Centre for Security and Crisis Governance (CRITIC) at the Royal Military College of Canada

SPAN ist ein Zusammenschluss von etwa 45 Nichtregierungsorganisationen und Think Tanks u.a. aus Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen, Mali, Philippinen und Tschad sowie aus den westlichen Hauptstädten Berlin, Brüssel, Rom, New York und Washington.

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Autor
Konstantin Bärwaldt
Konstantin Bärwaldt

Konstantin Bärwaldt ist im Referat Globale und Europäische Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung zuständig für globale Friedens- und Sicherheitspolitik. Er vertritt die FES im Lenkungsausschuss von FriEnt.

konstantin.baerwaldt@fes.de

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