Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

Verantwortung für Frieden übernehmen

Stellungnahme der PZKB zum Bundeshaushalt 2026
PZKB
Entwicklungspolitik
Friedensförderung
Friedenspolitik
Markus Winkler| Unsplash

Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (PZKB) mahnt in ihrer Stellungnahme zum Bundeshaushalt 2026: Investitionen in Prävention und Friedensförderung sind entscheidend, um Konflikte zu verhindern, Leid zu verhindern und stabile Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Deutschland muss seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und zivile Instrumente deutlich stärken. Die globale Sicherheitslage spitzt sich weiter zu: Gewaltkonflikte nehmen zu, dauern länger und treffen Millionen Menschen weltweit. Jede achte Person lebt in einem gewaltsamen Konflikt, und die Zahl der Geflüchteten erreicht Rekordwerte.

Vor diesem Hintergrund legt die Bundesregierung 2026 erstmals ihren eigenen Haushaltsentwurf vor. Die bisher geplanten Kürzungen bei ziviler Krisenprävention, Friedensförderung und humanitärer Hilfe stehen jedoch in starkem Widerspruch zu den internationalen Verpflichtungen Deutschlands und zur Notwendigkeit präventiver Maßnahmen. Während Verteidigungsausgaben steigen, drohen die Mittel für zivilgesellschaftliche Friedensarbeit und Wiederaufbau weiter zu sinken – und zwar genau dort, wo langfristige Investitionen entscheidend wären.

“Damit wird eine fatale Prioritätensetzung sichtbar: Sicherheit wird primär militärisch verstanden, während zivile Instrumente, die für die Prävention von Gewaltkonflikten und für Konfliktbearbeitung und Friedensförderung unerlässlich sind, geschwächt werden”, heißt es in der Stellungnahme der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, die hier im Ganzen gelesen werden kann.

Autor

No authors assigned to this post.

Referenzen

Verwandte Artikel

Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.
Im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen, den sogenannten June Climate Meetings der Nebenorgane der UNFCCC (SB64) in Bonn, schilderte Mrinal Kanti Tripura, Direktor der Maleya Foundation in Bangladesch, wie sich der Klimawandel auf indigene Personen im östlichen Himalaya auswirkt. Im Interview erläutert er, warum die Folgen des Klimawandels nicht nur Lebensgrundlagen, sondern auch Kultur und traditionelles Wissen bedrohen – und warum die Stimmen indigener Gemeinschaften in den Klimaverhandlungen Gehör finden müssen.

Verwandte Artikel