Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

Waffen und Konfliktgebiete im EU-Lieferkettengesetz

Neues Themenpapier von ECCHR, Brot für die Welt und Misereor
Brot für die Welt
Misereor
Europäische Union (EU)
Konfliktsensibilität
Wirtschaft und Frieden
Foto: Mika Baumeister | Unsplash

Das Themenpapier veranschaulicht anhand von Fallbeispielen, welche Folgen es hat, dass die Rüstungsindustrie ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in Bezug auf die Verwendung ihrer Produkte derzeit nicht nachkommt.

Im Trilog verhandeln das Europäische Parlament (EP), die Kommission und Ministerrat momentan über die Ausgestaltung des EU-Lieferkettengesetzes. Dabei geht es insbesondere auch um die Reichweite der Sorgfaltspflichten in der Wertschöpfungskette. Diese Debatte ist essentiell für die Behandlung von Waffen und Dual-Use-Gütern. Denn in diesen Sektoren liegen die hauptsächlichen Risiken gerade im Bereich der nachgelagerten Wertschöpfungskette, die nach aktuellem Verhandlungsstand zu weiten Teilen ausgeklammert werden soll.

Das Themenpapier macht deutlich, dass die unternehmerische Verantwortung von Rüstungskonzernen nach den internationalen Standards unabhängig von der staatlichen Pflicht zum Schutz von Menschenrechten besteht – und daher auch unabhängig von etwaigen Ausfuhrgenehmigungen, die zudem häufig mangelhaft sind. Gerade die erheblichen Risiken des Sektors erforderten ein erhöhtes Maß an menschenrechtlicher Sorgfalt (heightened due diligence). Die Autor*innen fordern daher, bezüglich der Reichweite der Sorgfaltspflichten in der Wertschöpfungskette der Position des EP zu folgen und sie explizit auf die Verwendung von Produkten zu erstrecken.

Das Themenpapier kann auf der Website von ECCHR aufgerufen werden.

Kontakt

No authors assigned to this post.

Referenzen

Verwandte Artikel

CSP
Globale Partnerschaften
Zivilgesellschaftliche Räume schrumpfen weltweit – mit Folgen für Frieden, Demokratie und globale Gerechtigkeit. Ralph Ellermann von Conducive Space for Peace (CSP) erklärt im Interview, warum dieser Trend kein Zufall ist, weshalb echte Freiheit nur kollektiv entstehen kann und wie eine translokale Zivilgesellschaft neue Handlungsspielräume eröffnet.
Wir nehmen mit tiefer Trauer Abschied von Jochen Steinhilber. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in der Welt der internationalen Zusammenarbeit und Krisenprävention.
Agenda 2030
Sustainable Development Goals (SDGs)
Erkundung der gemeinsamen Arbeit an Beyond 2030, Jugend, Frieden und Sicherheit sowie Frauen, Frieden und Sicherheit
FriEnt
Entwicklungspolitik
FriEnt begrüßt zwei neue Teammitglieder: Lisa Anke ist als Veranstaltungsmanagerin für die Umsetzung des FriEnt Peacebuilding Forum (PBF) verantwortlich und Katrin Schomaker leitet die Kommunikation der Arbeitsgemeinschaft.  

Verwandte Artikel