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Wer hilft, lebt gefährlich

Der neue Altas der Zivilgesellschaft ist erschienen
Sam-Mann | 41eo5e8jW08 | Unsplash

Am 3. Mai hat Brot für die Welt den aktuellen „Atlas der Zivilgesellschaft “ vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr „Migrant Defenders“, das sind Menschen, die sich für die Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen einsetzen. Sie sind weltweit zunehmend Angriffen ausgesetzt.

Über hundert Menschen wurden 2022 in EU-Staaten kriminalisiert, weil sie Geflüchtete und Migrant*innen unterstützten. In Griechenland kommt man vor Gericht teils besser davon, wenn man eines Bankraubs überführt wird, als wenn man ein Boot durch die Ägäis gesteuert hat. Ein Netzwerk aus NGOs klagt im Niger gegen ein restriktives Anti-Schleuser-Gesetz.

Nur drei Beispiele dafür, dass Menschen, die sich für die Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen einsetzen, weltweit unter Druck gesetzt werden. Flucht und Migration sind immer öfter begleitet von Gewalt, Entrechtung und Tod. Ob in Griechenland, Pakistan, Mexiko oder im Niger – wer darauf aufmerksam macht, lebt gefährlich. Migrant Defenders stehen im Zentrum des diesjährigen Atlas der Zivilgesellschaft von Brot für die Welt.

Seit sechs Jahren dokumentiert der Atlas der Zivilgesellschaft den Zustand von Freiheitsrechten weltweit. Mehr als 85 Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern, in denen sie eingeschränkte oder wenige Möglichkeiten haben, ihre Meinung frei zu äußern, demonstrieren zu gehen, sich zu versammeln oder sich zu organisieren. Das ist das Ergebnis des CIVICUS Monitor 2022, auf dessen Analysen sich der Atlas der Zivilgesellschaft 2023 stützt. Mehr Informationen finden Sie hier.

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