Wonach suchen Sie?

PUBLICATION

Land and Conflict Prevention

FriEnt hat Fallstudien aus 22 Ländern zusammengestellt, die deutlich machen, wie Land und Gewalt zusammenhängen und wie Präventionsarbeit vor Ort und auf politischer Ebene funktioniert.

Durch die Welternährungs- und Finanzkrise der vergangenen Jahre ist Land zu einer wichtigen Handels– und Spekulationsware geworden, der Preis für Land weltweit gestiegen. Das angestammte Land und die Nutzung der damit verbundenen natürlichen Ressourcen bilden die Existenzgrundlage für Familien und Gemeinschaften. Für die meisten Menschen in ländlichen Gebieten ist Land jedoch mehr als eine rein ökonomische Ressource: es hat spirituelle Bedeutung, steht für Heimat, kulturelle Werte und gesellschaftlichen Status. Konflikte um das wertvolle Land sind vielschichtig und werden häufig gewaltsam ausgetragen. Integrierte und sektorübergreifende Ansätze können helfen, diese Konflikte zu bearbeiten und Gewalt zu verhindern – und damit gleichzeitig zur Umsetzung der Agenda 2030 und Erreichung ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beizutragen.

Wo sind die inspirierenden Erfolgsgeschichten? Welche Erfahrungen können kopiert und skaliert werden? Was sind Strategien? Was können Zivilgesellschaft, Forschung und internationale Akteure tun, um den Frieden aufrechtzuerhalten und Gewalt zu verhindern? Was ist notwendig, damit Landkonflikte konstruktiv gelöst werden und friedliche Gesellschaften stärken? Was sind Zwänge und wie sollten wir sie angehen? Welche Schritte sollten wir unternehmen, um die globale und die lokale Ebene zusammenzubringen?

Um diese Fragen zu beantworten, hat FriEnt eine Sammlung von 16 „Schnappschüssen“ aus der Praxis zusammengestellt. Das sind Fallstudien aus 22 Ländern, die deutlich machen, wie Land und Gewalt zusammenhängen und wie Präventionsarbeit vor Ort und auf politischer Ebene funktioniert.

Authors
Caroline KruckowEntsandte von Brot für die Welt bei FriEnt
Marc Baxmann
Teilen
Download
Größe: 8.17KB
Dateityp: PDF
Kontaktieren Sie uns
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder möchten Sie das FriEnt-Team kontaktieren?

Verwandte Artikel

[tag_names_card]
Am 26. August diskutierten Fachleute aus Nigeria und Deutschland in Berlin im Rahmen der FriEnt-Reihe Forgotten Conflicts Ursachen und Folgen der Gewalt in Nigerias Nordwesten und in der Region Middle Belt. Die Diskussion stellte die Annahme infrage, die Gewalt sei in erster Linie religiös motiviert, und richtete den Blick stattdessen auf Faktoren wie Klimastress, Landknappheit, schwache staatliche Strukturen und schwindende Lebensgrundlagen sowie auf die Bedeutung lokal verankerter Friedensarbeit.
[tag_names_card]
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
[tag_names_card]
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
[tag_names_card]
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.

Verwandte Artikel