What are you looking for?

What are you looking for?

Durch Prävention Krisen entschärfen

Stockholm High-Level Meeting
BMZ
climate change
prevention
Peace and Climate
Überschwemmte Flussufer in Shaoguan, China. Foto: Jean Beller | Unsplash

Beim Stockholm High-Level Meeting „Act and Anticipate – Addressing the Humanitarian Impact of Climate“ sprachen Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik über die humanitären und entwicklungspolitischen Auswirkungen des Klimawandels. Die globale Verantwortung für nachhaltiges Handeln sowie die Bedeutung und Wirksamkeit von präventiven Maßnahmen wurde von allen Teilnehmenden gleichermaßen hervorgehoben.

Durch den Klimawandel hat sich die Zahl der Extremwetterereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Stürme seit Anfang der 1990er Jahre verdoppelt. Da die globalen Temperaturen voraussichtlich noch weiter ansteigen, führt das Fehlen dringender Klimaschutzmaßnahmen zu erheblichen Risiken für Ernährungssicherheit, Gesundheit, die Energie- und Wasserversorgung und das Wirtschaftswachstum – allesamt Gefahren für die langfristige Entwicklung wie auch sich gegenseitig verschärfende humanitäre Krisen.

Vorsorge stärkt Krisenfestigkeit

Vulnerable Bevölkerungsgruppen sind besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Durch Investitionen in die Bereiche Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung können die Resilienz, also die Krisenfestigkeit vulnerabler Gemeinschaften gestärkt und damit der Bedarf an humanitärer Hilfe sowie deren Kosten gesenkt werden.
Beim Stockholm High-Level Meeting „Act and Anticipate – Addressing the Humanitarian Impact of Climate“ sprachen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik über die humanitären und entwicklungspolitischen Auswirkungen des Klimawandels. Die globale Verantwortung für nachhaltiges Handeln sowie die Bedeutung und Wirksamkeit von präventiven Maßnahmen wurde von allen Teilnehmenden gleichermaßen hervorgehoben. Organisiert wurde das Treffen von der schwedischen Regierung, dem Büro der Vereinten Nationen für die Verringerung des Katastrophenrisikos (UNDRR) und dem Welternährungsprogramm (WFP) in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz und dem Schwedischen Roten Kreuz. Neben Peter Eriksson, dem schwedischen Minister für internationale Entwicklungszusammenarbeit, nahmen auch Mami Mizutori, Sonderbeauftragte des VN-Generalssekretärs für die Verringerung des Katastrophenrisikos, und David Beasley, Exekutivdirektor des frisch gebackenen Friedensnobelpreisträgers Welternährungsprogramm teil.

Integrierte Ansätze mit Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe

Als einziger Vertreter eines europäischen Geberlandes nahm Parlamentarischer Staatssekretär Norbert Barthle virtuell als Panelist an der Veranstaltung teil und sprach über das deutsche Engagement im Bereich Krisenprävention und den Umgang mit Klima- und Katastrophenrisiken. In seinem Beitrag betonte er die Bedeutung umfassender und kohärenter Risikomanagementstrategien, um Akteure miteinander zu verbinden und die Risikosteuerung auf allen Ebenen zu fördern. Katastrophen- und Krisenprävention seien der Schlüssel zur Verringerung der humanitären Belastung schutzbedürftiger Menschen. Das Antizipieren von Risiken mit Frühwarnsystemen sowie innovative Maßnahmen zur besseren Antizipation von humanitären Bedürfnissen helfe uns, zu verhindern, dass Gefahren zu Katastrophen werden. Im Kampf gegen den Klimawandel nehmen vernetzte Ansätze zwischen Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe eine immer wichtigere Rolle ein. Um sowohl Konflikte als auch den Klimawandel zu verhindern, unterstütze Deutschland konfliktsensible und katastrophenreduzierende Ansätze.

Die Teilnehmenden der Veranstaltung verständigten sich auf eine gemeinsame Roadmap, die auch im Hinblick auf die nächste Weltklimakonferenz COP26 die Handlungsfähigkeit der internationalen Gemeinschaft verbessern soll.

Stockholm High Level Meeting „Anticipate and Act: Addressing the Humanitarian Impact of Climate Change“ auf Youtube

Twebcast Online-Platform des Stockholm High-Level Meetings

Author

No authors assigned to this post.

References

Related articles

“Security is more than just military strength”: Catholic Responses to Armament and Crisis

The Katholikentag in Würzburg has shown that peace, security and development go hand in hand. In this interview, Dorothee Klüppel, a member of FriEnt’s Steering Committee and Head of the Africa/Middle East Department at Misereor, explains why security is more than just military strength, why justice, democracy and international cooperation are key prerequisites for sustainable peace and what special role church actors play in this – particularly in times of rearmament and geopolitical tensions.

The Humanitarian-Development-Peace Nexus at a Turning Point

How can the Humanitarian-Development-Peace (HDP) nexus effectively deliver on its promises amid mounting crises, shrinking resources and rising political tension? Lena Pönisch, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), shares the key findings of an international reflection process and explains why, today more than ever, better political, institutional and financial frameworks are needed to achieve joint impact in crisis contexts.

From Ambition to Inaction: Climate Talks Struggle to Deliver Implementation

The intersessional climate negotiations (SB64) in Bonn concluded with sobering results. Climate justice was a central theme in many discussions and rounds of negotiations, but issues surrounding climate finance prevented an agreement from being reached. Negotiations on the global adaptation target, for example, must start again from scratch. The nexus of climate, peace and security was largely overlooked in the negotiations, as well as in the action agenda presented by the Turkish COP31 Presidency.

Building Peace in a Changing Climate: An Indigenous Perspective from Bangladesh

At the June Climate Meetings of the UNFCCC Subsidiary Bodies (SB64) in Bonn, Mrinal Kanti Tripura, Director of the Maleya Foundation in Bangladesh, shared his perspective on how climate change is affecting Indigenous Peoples in the Eastern Himalayan region. In this interview, he explains why climate impacts threaten not only livelihoods but also culture and traditional knowledge, and why Indigenous voices must be heard in climate negotiations.

Related articles