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Frieden & Klima

Wir verbinden Frieden, Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit, um Konflikte und Ungleichheit gemeinsam zu bearbeiten.

Was dieser Bereich abdeckt

Von der Klimakrise betroffene Länder sind häufig auch von Fragilität und gewaltsamen Konflikten geprägt. Überflutungen, Dürren oder Stürme zerstören Lebensgrundlagen und zwingen Menschen zur Flucht – oft begleitet von Menschenrechtsverletzungen und Gewalt. Die Folgen der Klimakrise können bestehende Konflikte verschärfen, vor allem dort, wo der Zugang zu Ressourcen ungleich, staatliche Institutionen schwach und gesellschaftliche Teilhabe nicht gegeben sind.
Nachhaltigere Erfolge werden erzielt, wenn Klima- und Friedenspolitik eng verknüpft werden: Friedensförderung muss Umwelt- und Klimaaspekte konsequent einbeziehen. Klimamaßnahmen müssen konfliktsensibel gestaltet und auf friedensfördernde Wirkungen ausgerichtet sein.

Zunehmend erhält auch der Privatsektor eine größere Rolle in der Klima- und Entwicklungsfinanzierung. Die globale Privatwirtschaft als auch die sie fördernden Entwicklungs- und Finanzinstitutionen haben die Verantwortung, sich stärker im Sinne einer sozial-ökologischen und gerechten Transformation hin zur Klimaneutralität zu engagieren. Verbindlichkeit in Hinblick auf Konfliktsensibilität und erhöhte Unternehmensverantwortung in fragilen und von Konflikten belasteten Kontexten wären hier ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

FriEnt setzt sich dafür ein, dass klima- und friedenspolitische Ansätze systematisch zusammengebracht werden – als Grundlage für menschliche Sicherheit, Stabilität und nachhaltige Entwicklung. Sektorübergreifende Zusammenarbeit ist dabei trotz unterschiedlicher Wirkungslogiken und Begrifflichkeiten ein entscheidender Faktor, auch mit begrenztem Budget auf globale Herausforderugen zu reagieren. Mehr Gewicht für Perspektiven aus Konfliktregionen in politischen Debatten und bei Finanzierungsentscheidungen verbessert die Wirksamkeit. Entscheidend sind dabei der lokale Kontext sowie die Teilhabe und Führungsrolle lokaler Akteure, insbesondere von Frauen, Indigenen und anderen marginalisierten Gruppen – denn lokal geleitete Ansätze stärken Prävention und Resilienz nachhaltig.

FriEnt vernetzt Akteure aus der Friedens-, Sicherheits- und Klimapolitik mit denen aus der Entwicklungspolitik und schafft Räume für den Austausch zwischen verschiedenen Perspektiven und Fachbereichen. Wir moderieren Debatten und bringen Perspektiven aus dem sogenannten Globalen Süden in fachpolitische und internationale Diskurse ein. Dieses Wissen nutzen wir für die Beratung politischer Akteure zur konfliktsensiblen und friedensfördernden Umsetzung von Klimamaßnahmen in fragilen und gewaltbetroffenen Kontexten.

Caroline Kruckow
Nina Strumpf

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