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Frieden & Sicherheit

Wir verbinden Sicherheits- und Entwicklungspolitik, um gemeinsam nachhaltige Lösungen für Frieden und Stabilität zu fördern.

Was dieser Bereich abdeckt

Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und Konflikte wird der Friedensbegriff in politischen Debatten zunehmend verdrängt oder auf traditionell sicherheitspolitische Fragen verengt. Nachhaltige Sicherheit entsteht jedoch nicht allein durch die Abwehr akuter Bedrohungen, sondern durch die Bearbeitung von Konfliktursachen und eine aktive Friedensförderung.

Wir befinden uns in einer geopolitischen Zeitenwende. Konflikte vermehren, verschärfen und verflechten sich zunehmend mit globalen Krisen – von der Ukraine über Westasien bis zum Horn von Afrika und dem Südchinesischen Meer. Die internationale Arena wird machtpolitischer und multilaterale Strukturen geraten unter Druck. Auch Militärausgaben steigen, während Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung schrumpfen. Doch gerade, weil Konflikte nicht an Ländergrenzen halt machen, braucht es grenzüberschreitende Antworten, in denen bestehende und neue Friedensallianzen unabdingbar sind.

Sicherheit darf nicht ausschließlich über militärische Fähigkeiten und die Abwehr akuter Bedrohungen verstanden werden. Friedenspolitische Perspektiven, so wie Prävention, Entwicklung, zivile Konfliktbearbeitung und menschliche Sicherheit müssen in sicherheitspolitischen Debatten gestärkt werden. Dafür braucht es einen Fokus auf Friedensfähigkeit, die durch Dialog, gesellschaftliche Teilhabe und die Einbindung lokaler Akteure die Voraussetzungen für gewaltfreie Lösungen schafft. Diese Ansätze müssen auf nationaler und internationaler Ebene stärker in Sicherheitsdebatten vertreten und verankert werden.

In einer sich verändernden Weltordnung hilft FriEnt dabei, blinde Flecken in Friedens- und Sicherheitsdebatten sichtbar zu machen und neue Perspektiven einzubringen, die auf internationaler Ebene häufig zu wenig berücksichtigt werden. Dafür stärken wir insbesondere den Austausch zwischen Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Partner*innen aus dem sogenannten Globalen Süden. Mit Studien, Dialogformaten und Veranstaltungen analysieren und beleuchten wir auch weniger beachtete Krisenkontexte und schaffen Impulse für neue Friedensallianzen.

Barbara Kemper
Johann Ivanov

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