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Feministische Friedensförderung

Wir stärken benachteiligte Gruppen und fördern feministische, gerechte und nachhaltige Wege zum Frieden.

Was dieser Bereich abdeckt

Konflikte verstärken bestehende Ungleichheiten und treffen Menschen unterschiedlich stark. Frauen, junge Menschen und marginalisierte Gruppen sind häufig überproportional von Gewalt, Vertreibung und sozialer Ausgrenzung betroffen. Infolge haben sie oft nur begrenzten Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen und Friedensverhandlungen. Wo Perspektiven systematisch ausgeschlossen werden, bestehen Ungleichheiten fort, anstatt überwunden zu werden. Dauerhafter Frieden erfordert daher den Abbau struktureller Diskriminierung und ungleicher Machtverhältnisse.

Wo weltweit autoritäre und antifeministische Tendenzen zunehmen, geraten Menschenrechte und demokratische Werte unter Druck. Gleichzeitig werden internationale Agenden wie „Frauen, Frieden und Sicherheit“ (WPS) und „Jugend, Frieden und Sicherheit“ (YPS) nur unzureichend umgesetzt. Dies erschwert insbesondere Frauen und jungen Menschen der Zivilgesellschaft aus dem sogenannten Globalen Süden den Zugang zu politischen Debatten und Entscheidungsprozessen. Dabei sind ihre Perspektiven und Teilhabe entscheidend für gerechtere Lösungen und widerstandsfähigere demokratische Strukturen.

FriEnt begleitet gemeinsam mit Partnern, insbesondere aus dem sogenannten Globalen Süden, politische Prozesse und stärkt den internationalen Austausch von Erfahrungen und Expertise. Dafür schaffen wir geschützte Räume für Dialog und gemeinsames Lernen, moderieren auch kontroverse Debatten und zeigen anhand konkreter Praxisbeispiele, wie feministische Friedensförderung gelingen kann. Durch Beratung, Veranstaltungen und über Publikationen unterstützen wir zudem die Umsetzung der YPS- und WPS-Agenden und bringen feministische Perspektiven in politische Entscheidungsprozesse ein.

Feministische Friedensförderung hinterfragt bestehende Machtverhältnisse und stärkt die Teilhabe der Menschen, die von Konflikten besonders betroffen sind. Sie verbindet Prävention, zivile Konfliktbearbeitung und intersektionale Perspektiven, die das Zusammenspiel verschiedener Formen von Ungleichheit und Diskriminierung berücksichtigen. Ziel ist es, Ursachen von Gewalt und Ausgrenzung langfristig zu überwinden. Dabei rücken menschliche Sicherheit, Dialog und der Abbau struktureller Ungleichheiten in den Mittelpunkt, anstatt Sicherheit vorwiegend militärisch zu denken.

Mona Hein

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