Wonach suchen Sie?

Aktuelles

Frieden und Klimagerechtigkeit

Neue Publikation "Frieden verbessert das Klima"
Fridays for Future | Mika Baumeister | Unsplash

Die Verbindung zwischen nachhaltigem Frieden und Klimagerechtigkeit ist für die Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation unerlässlich. Wie kann zivile Konfliktbearbeitung dazu beitragen, diesen Prozess nachhaltig zu gestalten? Die neue Publikation von Daniela Pastoors, Lukas Drees, Thomas Fickel und Jürgen Scheffran widmet sich diesem wichtigen Zusammenhang.

Der Klimawandel wird aktuelle Konflikte verschärfen. Das sagt der aktuelle Wissensstand klar und deutlich. Selbst Maßnahmen für den Klimaschutz bergen diese Gefahr. Der Zusammenhang zwischen nachhaltigem Frieden und Klimagerechtigkeit dahingegen, ist deutlich weniger erforscht. Die Publikation „Frieden verbessert das Klima“, rückt diese Verbindung ins Zentrum und adressiert damit eine Lücke in der Forschung.

Der Artikel beleuchtet die aktuelle Entwicklung der Klimakrise aus einer sicherheitspolitischen Perspektive entgegenzutreten. Eine solche „Versicherheitlichung“ birgt das Risiko mit schnellen Lösungen nur Symptome zu behandeln, anstatt komplexen Wirkungszusammenhängen nachhaltig zu begegnen. Im Gegensatz dazu, strebt die zivile Konfliktbearbeitung einen grundlegenden Wandel an, der nur auf einen vielschichtigen und langen Prozess folgen kann. Beispiele hierfür können Mediation, Täter*innen-Opfer-Ausgleich, Schlichtungen, moderierte Verhandlungen oder Dialogforen sein. Neben einer tiefgreifenden Konfliktanalyse ist die Kooperation das zentrale Element dieses Ansatzes.

Die gesamte Publikation ist hier zu finden.

Referenzen
Teilen
Autor
Kontaktieren Sie uns
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder möchten Sie das FriEnt-Team kontaktieren?

Verwandte Artikel

[tag_names_card]
Am 26. August diskutierten Fachleute aus Nigeria und Deutschland in Berlin im Rahmen der FriEnt-Reihe Forgotten Conflicts Ursachen und Folgen der Gewalt in Nigerias Nordwesten und in der Region Middle Belt. Die Diskussion stellte die Annahme infrage, die Gewalt sei in erster Linie religiös motiviert, und richtete den Blick stattdessen auf Faktoren wie Klimastress, Landknappheit, schwache staatliche Strukturen und schwindende Lebensgrundlagen sowie auf die Bedeutung lokal verankerter Friedensarbeit.
[tag_names_card]
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
[tag_names_card]
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
[tag_names_card]
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.

Verwandte Artikel