Wonach suchen Sie?

Aktuelles

Autokratisierungstendenzen entgegenwirken

BMZ-Veranstaltungsreihe zu Rechtsstaats- und Demokratieförderung
Joakim Honkasalo | Unsplash

Rechtsstaats- und Demokratieförderung sind zentrale Handlungsfelder der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Der Dialog zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren ist dabei ein wichtiger Bestandteil, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen.

Das BMZ startet eine Veranstaltungsreihe, die Themen der Rechtsstaats- und Demokratieförderung aus dem speziellen Blickwinkel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beleuchten wird. Im Fokus steht dabei unter anderem, welche Bedeutung zunehmende Autokratisierungstendenzen in vielen Ländern für Rechtsstaats- und Demokratieförderung haben und wie diesen Tendenzen entgegengewirkt werden kann. 

Den Auftakt bildete eine digitale Diskussionsrunde am 30. September 2021 mit einem Impuls-Beitrag des International Institute for Democracy and Electoral Assistance (International IDEA). Vorgestellt wurden erste Erkenntnisse aus dem „Global State of Democracy Report”, der im November dieses Jahres erscheinen wird.  

Der Report dokumentiert und analysiert demokratische Standards und Prozesse auf nationaler, regionaler und globaler Ebene und liefert aktuelle Daten für 163 Länder, die sich auch für das Monitoring der globalen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) nutzen lassen. Grundlage für die Auswertung sind verschiedene unabhängige Datenquellen und ein differenziertes Monitoring zur Qualität demokratischer Prozesse und Verfahren sowie zur Einhaltung demokratischer Standards, Rechte und Freiheiten. Auch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie für Demokratie und Menschenrechte werden dabei untersucht.   

Einen aktuellen Überblick bietet die interaktive Webseite: The Global State of Democracy initiative (idea.int)

Nach einer Einführung zu den aktuellen Entwicklungen im Jahr 2021 bot die Veranstaltung Gelegenheit für erste Reaktionen und Diskussionen. In Impulsbeiträgen gaben Joseph Asunka (CEO Afrobarometer) und Denis Schrey (Leiter Multinationaler Entwicklungsdialog Brüssel, Konrad-Adenauer-Stiftung und Koordinator, Europäisches Netzwerk Politischer Stiftungen) Einblicke in ihre Arbeit. Sie schilderten Erfahrungen in unterschiedlichen Länderkontexten. Weitere zentrale Themen waren die aktuelle Entwicklung in Afghanistan und die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie für die Zielsetzungen des SDG16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen).

Referenzen
Teilen
Autor
Dr. Tanja Kasten

Tanja.Kasten@frient.de

Kontaktieren Sie uns
Haben Sie Fragen zu diesem Artikel oder möchten Sie das FriEnt-Team kontaktieren?

Verwandte Artikel

[tag_names_card]
Die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) hat ihre Webseite grundlegend neugestaltet. Mit klarer thematischer Struktur, vereinfachter Navigation und modernem, zugänglichem Design wird die Arbeit des Netzwerkes jetzt noch sichtbarer und leichter zugänglich – für Fachleute ebenso wie für alle, die sich für friedens- und entwicklungspolitische Themen interessieren. Wie bisher ist die Webseite sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch verfügbar.
[tag_names_card]
Seit September 2026 verstärkt Peer Krumrey das FriEnt-Team als Entsandter der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Er ist Referent für Frieden und Sicherheit im Referat Globale und Europäische Politik der FES und arbeitet bei FriEnt insbesondere zu Frieden und Sicherheit sowie Frieden und Entwicklung.
[tag_names_card]
Am 26. August diskutierten Fachleute aus Nigeria und Deutschland in Berlin im Rahmen der FriEnt-Reihe Forgotten Conflicts Ursachen und Folgen der Gewalt in Nigerias Nordwesten und in der Region Middle Belt. Die Diskussion stellte die Annahme infrage, die Gewalt sei in erster Linie religiös motiviert, und richtete den Blick stattdessen auf Faktoren wie Klimastress, Landknappheit, schwache staatliche Strukturen und schwindende Lebensgrundlagen sowie auf die Bedeutung lokal verankerter Friedensarbeit.
[tag_names_card]
Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.

Verwandte Artikel