Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

Das A und O ist die Datenleitung

Das FriEnt Peacebuilding Forum startet in vier Wochen
FriEnt
Digitalisierung
Martin Mader hat sich als Teil des PBF-Projektteams umfassend mit IT-Fragen und Lösungen beschäftigt

Die Aufregung steigt. Das FriEnt Team trifft die letzten Vorbereitungen für das FriEnt Peacebuilding Forum 2021. Das digitale Format zwingt zum Umdenken und weist den Weg in die Zukunft.

„Was brauchen wir, um das FriEnt Peacebuilding Forum zu streamen?“ Antwort „Eine richtig fette Datenleitung“. Unzählige Fragen rund um Apps, Datenschutz, Codes, und Content-Management-Systeme begegneten uns, dem FriEnt-Team, auf dem Weg zu unserem ersten digitalen FriEnt Peacebuilding Forum. Im letzten Jahr hatten wir noch gedacht, wir könnten uns im Jahr 2021 wieder persönlich treffen, uns umarmen und in die Augen schauen. Wir unterstellten, das persönliche Miteinander sei ein wesentliches Element unserer Konferenz. Ab September planten wir eine hybride Veranstaltung, teilweise digital, teilweise analog. Anfang des Jahres stiegen die Infektionszahlen und uns wurde klar, dass es vorläufig gar keine persönlichen Veranstaltungen geben kann. Die Entscheidung für ein rein digitales Peacebuilding Forum war unabwendbar.

Energie bitte!

Neue Fragen tauchten auf: Wie können wir Gemeinschaftsgefühl herstellen, wenn jede*r Teilnehmer*in irgendwo in der Welt in einer Wohnküche oder einem Kinderzimmer sitzt. Wie kann die Moderatorin aus einem einsamen Büro heraus eine energiegeladene Atmosphäre kreieren? Wie können wir im digitalen Raum, virtuelle „Kaffee-Ecken“ zum vertrauten Gespräch einrichten? Wie können wir als eines von vielen digitalen Treffen ein besonderes, ein FriEnt-spezifisches Erlebnis schaffen?

Jetzt sind es noch rund vier Wochen bis die 26 virtuellen Workshops (27.4.-29.4.) als erster Teil der Veranstaltung starten. Über MS-Teams werden mehr als 120 Referent*innen ihre Impulse geben, wir werden diskutieren und uns gegenseitig beraten. Die Themen reichen von „Konfliktprävention in der EU“ über „Jugend und Extremismus“ bis hin zur Digitalisierung.

In einem für uns gestalteten virtuellen Konferenzraum bilden wir das ab, was die Teilnehmer*innen bisher in den Kaffeepausen und Nachgesprächen der Workshops getan haben: Auf den sogenannten Walls of Ideas werden wir wie auf einer Pinwand die Highlights aus den Virtual Sessions und Plenary Sessions posten, damit die Teilnehmer*innen sie kommentieren und liken können. Daneben ist es möglich, andere Teilnehmende anzusprechen und Verabredungen zu treffen. Die Virtual Conference Venue ist der Ort für den direkten Gedankenaustausch, das Vernetzen, das Quatschen. Gleichzeitig dient sie dazu, den Überblick über die gesamte Veranstaltung und die persönliche Agenda zu behalten. Die Virtual Conference Venue ersetzt den Gang durch Kaffee-Lounge und Innenhof mit Blick auf die Programmübersicht.

Spannung und aktive Beteiligung

Am 5. und 6. Mai findet die große zentrale Konferenz statt. Per Live-Stream können dann alle Teilnehmenden die Plenary Sessions zur Zukunft von Partnerschaften verfolgen und sich selbst mit eigenen Ideen einbringen. Wir freuen uns, die erfahrene Moderatorin Natasha Walker dabei zu haben, die eine Expertin dafür ist, Kommunikation in Gang zu setzen und Menschen mitzureißen. Mit ihr gemeinsam entwickeln wir gerade die Details des Programms. Hierbei kommt es uns vor allem darauf an, dass sich die Zuhörer*innen so viel wie möglich aktiv beteiligen können und die Spannung über die zwei Tage hoch gehalten wird, dass Momentum entsteht. Nicht zuletzt am Political Afternoon, wenn Politiker*innen und Praktiker*innen darüber diskutieren, wie die deutsche Friedens- und Entwicklungspolitik sektorübergreifende Partnerschaften unterstützen kann, die nachhaltigen Frieden und Entwicklung fördern.

Das kommende FriEnt Peacebuilding Forum ist ein großer Schritt in Richtung Zukunft. Es bietet Möglichkeiten für uns als Peacebuilding-Community, Grenzen zu überwinden und Kolleg*innen aus aller Welt zusammenzubringen. Der begrenzende Faktor ist zweifelsohne eine leistungsstarke Datenleitung.

Eins ist jetzt schon sicher: das FriEnt-Team hat viel gelernt über Datenschutz, IP-Protokolle, HTML-Codes und virtuelle Veranstaltungselemente. Die Vorbereitung einer Veranstaltung ist immer aufregend, weil man es mit vielen Unwägbarkeiten zu tun hat. In diesem Jahr sind wir aber noch abhängiger von der Technik, die wenig Möglichkeiten zur Improvisation bietet. Langsam steigt die Nervosität und wir tun, was wir können, um eine reibungslose Veranstaltung zu garantieren. Der Rest ist Daumendrücken.

Autor

No authors assigned to this post.

Referenzen

Verwandte Artikel

Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.
Im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen, den sogenannten June Climate Meetings der Nebenorgane der UNFCCC (SB64) in Bonn, schilderte Mrinal Kanti Tripura, Direktor der Maleya Foundation in Bangladesch, wie sich der Klimawandel auf indigene Personen im östlichen Himalaya auswirkt. Im Interview erläutert er, warum die Folgen des Klimawandels nicht nur Lebensgrundlagen, sondern auch Kultur und traditionelles Wissen bedrohen – und warum die Stimmen indigener Gemeinschaften in den Klimaverhandlungen Gehör finden müssen.

Verwandte Artikel