Wonach suchen Sie?

Wonach suchen Sie?

EU-Budget für Entwicklung und Globales rechtskräftig

Eine friedenspolitische Sicht auf die Verordnung der EU zum neuen „Instrument für Nachbarschaft, Entwicklung und internationale Kooperation“ (NDICI)
Brot für die Welt
Europäische Union (EU)
Globale Partnerschaften
Guillaume Perigois | Unsplash

Seit Mitte Juni ist die Verordnung der EU zum neuen „Instrument für Nachbarschaft, Entwicklung und internationale Kooperation“ (NDICI) veröffentlicht und rechtskräftig. In einem neuen Blogbeitrag von Brot für die Welt teilt Martina Fischer eine friedenspolitische Sicht auf die komplexe neue Finanzstruktur.

79 Mrd € sind für NDICI im mehrjährigen Finanzrahmen 2021-27 vorgesehen. Die Ausgaben für Krisenprävention und Friedensförderung wurden jedoch deutlich niedriger angesetzt als im vorherigen Haushalt und bedeuten eine deutliche Verschlechterung des Finanzrahmens für die Friedensarbeit. Die komplexe neue Finanzstruktur ist außerdem von Flexibilität geprägt – es gibt keinerlei rechtliche Garantien, dass eine bestimmte Höhe an Ausgaben für klar definierte Zwecke reserviert wird.

Positiv zu vermerken ist allerdings, dass 93% der NDICI-Mittel im Einklang mit den Kriterien der OECD für Entwicklungszusammenarbeit (ODA-Kriterien) ausgegeben werden müssen. Ein weiterer Fokus liegt auf Migration und Abrüstungshilfe, jedoch bleibt unklar wie negative Wirkungen in fragilen Staaten vermieden werden sollen. Ein sorgfältiges Monitoring der Umsetzung und Förderung des bisherigen Aufgabenkataloges des Instruments für Stabilität und Frieden ist deshalb nötig.

Den vollständigen Blogbeitrag gibt es hier.

Autor

No authors assigned to this post.

Referenzen

Verwandte Artikel

Der Katholikentag in Würzburg hat gezeigt: Frieden, Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen. Im Gespräch erläutert Dorothee Klüppel, Mitglied im Lenkungsausschuss von FriEnt und Abteilungsleiterin Afrika/Nahost bei Misereor, warum Sicherheit mehr ist als militärische Stärke, weshalb Gerechtigkeit, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden sind und welche besondere Rolle kirchliche Akteure dabei spielen – gerade in Zeiten von Aufrüstung und geopolitischen Spannungen.
Wie kann der Humanitarian-Development-Peace (HDP) Nexus angesichts wachsender Krisen, knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen wirksam umgesetzt werden? Lena Pönisch von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stellt die zentralen Erkenntnisse eines internationalen Reflexionsprozesses vor und zeigt, warum es heute vor allem bessere politische, institutionelle und finanzielle Rahmenbedingungen braucht, um gemeinsame Wirkung in Krisenkontexten zu erzielen.
Die Klimazwischenverhandlungen (SB64) in Bonn endeten mit ernüchternden Ergebnissen. Klimagerechtigkeit war in vielen Gesprächen und Verhandlungsrunden ein zentrales Thema, doch Fragen rund um die Klimafinanzierung verhinderten eine Einigung. Die Verhandlungen über das globale Anpassungsziel müssen beispielsweise wieder bei null beginnen. Der Nexus von Klima, Frieden und Sicherheit blieb in den Verhandlungen sowie in der von der türkischen COP31-Präsidentschaft vorgestellten Aktionsagenda weitgehend unberücksichtigt.
Im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen, den sogenannten June Climate Meetings der Nebenorgane der UNFCCC (SB64) in Bonn, schilderte Mrinal Kanti Tripura, Direktor der Maleya Foundation in Bangladesch, wie sich der Klimawandel auf indigene Personen im östlichen Himalaya auswirkt. Im Interview erläutert er, warum die Folgen des Klimawandels nicht nur Lebensgrundlagen, sondern auch Kultur und traditionelles Wissen bedrohen – und warum die Stimmen indigener Gemeinschaften in den Klimaverhandlungen Gehör finden müssen.

Verwandte Artikel