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Mehr Resilienz mit dem Humanitarian-Development-Peace Nexus

Literatursichtung fasst internationale Erfahrungen aus der Praxis des HDP-Nexus zusammen
Frauen errichten eine Barriere zum Schutz ihrer Felder im Tschad | © WFP / Melissa Bailey

Die Publikation „Erfahrungen aus der Praxis des Humanitarian-Development-Peace-Nexus“ macht deutlich: Der HDP-Nexus ist ein wichtiger Weg, um Resilienz in Krisenkontexten zu stärken. Die strukturbildende Übergangshilfe ist ein geeignetes Instrument an der Schnittstelle von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung.

Die strukturbildende Übergangshilfe stärkt die Resilienz von Menschen und lokalen Strukturen zur Krisenbewältigung. Dafür fördert sie die Zusammenarbeit von Akteuren der Humanitären Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung und damit den Humanitarian-Development-Peace (HDP)-Nexus.

Um aus bestehenden Erfahrungen zu lernen, hat das BMZ einen Literatursichtung beauftragt, die internationale Erfahrungen aus der Umsetzung des HDP-Nexus zusammenfasst und auswertet. Die Ergebnisse zeigen, dass eine enge Koordinierung und ein regelmäßiger Austausch aller Akteure für nachhaltige Wirkungen entscheidend sind. Nur so lassen sich die Vorteile der jeweiligen Akteure bestmöglich nutzen. Auch lokale Partner müssen einbezogen werden, um gemeinsame Ziele zur Reduzierung humanitärer Bedarfe abzustimmen und effizient umzusetzen.

Das BMZ nutzt diese Erkenntnisse für die Ausgestaltung der neuen Partnerschaftskategorie Nexus- und Friedenspartner im Rahmen des Reformprozesses „BMZ 2030“. Die Literatursichtung bietet konkrete Anknüpfungspunkte für die Gestaltung und Umsetzung des HDP-Nexus im Rahmen seiner Kriseninstrumente. Viele der Empfehlungen bestätigen die bereits stattfindenden Entwicklungen hin zu verstärkter Koordination, gemeinsamen Analysen und Programmansätzen, gemeinsamen Ziele (collective outcomes) sowie dem Lernen aus Evaluierungen.

Wie die Umsetzung des Nexus in der Praxis aussieht. Ein Beispiel:

BMZ und AA fördern im Sudan seit 2020 zwei parallele Vorhaben der Deutschen Welthungerhilfe, die sich ergänzen und somit nachhaltigere Wirkungen für die betroffene Bevölkerung erzielen. Die humanitäre Hilfe des AA stellt für südsudanesische Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Mitglieder aufnehmender Gemeinden schnellstmöglich den Zugang zu Grundbedürfnissen wie Nahrung, Unterkunft und Wasser sicher. Die strukturbildende Übergangshilfe des BMZ ergänzt die Grundversorgung, indem sie die soziale Infrastruktur verbessert z.B. den Zugang zu Schulen und Gesundheitszentren. Mithilfe dieser abgestimmten Maßnahmen tragen die Ministerien zu einer Verbesserung der Strukturen vor Ort bei und erreichen die betroffenen Menschen umfangreicher. Die Ausbildung von lokalen Mediationsteams soll die Konfliktbearbeitung und Verständigung zwischen Bevölkerungsgruppen unterstützen. Auf diese Weise leistet das Projekt auch einen Beitrag zum friedlichen und inklusiven Zusammenleben.

Die Literatursichtung über die Erfahrungen mit dem HDP-Nexus finden Sie hier. Auf der Webseite der strukturbildenden Übergangshilfe finden Sie weitere Informationen zur Krisenbewältigung des BMZ.

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